Roman Signer hilft Grenzen verwischen

Einer flog über den Zwislenbach – Hunderte beobachteten den Grenzhalt. Nach den politischen Verantwortungsträgern setzte auch die Kulturszene einen Abschluss hinter das Jubiläumsjahr.

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Der Ort am Zwislenbach, dem Grenzgewässer zwischen dem Bezirk Appenzell und der Gemeinde Gais, war nicht ganz zufällig gewählt: Hier war das Kunstprojekt «Zündschnur» von Roman Signer – filmisch dokumentirett von Peter Liechti – mehrfach sabotiert worden. Auch von der Polizei, wie der international anerkannte Künstler erläuterte. Nicht zuletzt deshalb war er der Einladung gefolgt, ein «Spektakel bei Vollmond» zu inszenieren mit dem Ziel, die Grenze zwischen beiden Appenzell als Schlusspunkt des Jubiläumsjahres «AR°AI 500» spielerisch zu überwinden und damit aktiv zu verwischen.
Er tat es wie schon so oft mit angewandter Pyrotechnik. Hunderte standen reihum in gehörigem Sicherheitsabstand, als zunächst ein Tisch, angetrieben von mehreren Raketen, in wunderschönem Bogen von Innerrhoden nach Ausserrhoden flog. Als Antwort sollte ein hölzernes Spielhaus gen Westen fliegen. Das aber landete nicht ennet, sondern im Bach. «Das passt so», kommentierte Signer, «schliesslich sind wir ein Appenzellerland!»

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