Reorganisation des Gemeinderates wird diskutiert

Unabhängig davon, dass sich vier der sieben Trogener Gemeinderatsmitglieder im Frühjahr 2023 nicht mehr der Wahl stellen, hat der Gemeinderat aufgrund einer durchgeführten Rats- und Verwaltungsanalyse damit begonnen, die Strukturen und Arbeitsweise der Gemeindebehörde zu diskutieren.

  • Bild: Archiv app24

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Am 17. September 2022 hat der Gemeinderat die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien und Organisationen von Trogen über mögliche Reorganisationsszenarien der Gemeinde informiert. Unter anderem geht es um die Zahl der Ratsmitglieder (zurzeit sieben), deren Pensen und insbesondere um das Pensum des Gemeindepräsidiums für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger von der scheidenden Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr. In den Reorganisationsdiskussionen wird der Gemeinderat von einem externen Berater begleitet.

Zunächst bleibt es bei sieben Räten

Falls der Gemeinderat künftig nur noch fünf Mitglieder umfassen sollte, müsste diese Reduktion mit einer Änderung der Gemeindeordnung den Stimmberechtigten zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Entscheid im Rat ist diesbezüglich noch nicht definitiv gefallen. Da bis zu den Gesamterneuerungswahlen am 16. April 2023 der Meinungsbildungsprozess in den Parteien und bei den Stimmberechtigten nicht abgeschlossen werden könnte, bleibt es auf Beginn der kommenden Amtsperiode (von 2023 bis 2027) weiterhin bei sieben Ratsmitgliedern.

Die Suche der Parteien und Organisationen nach Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und vor allem für das Gemeindepräsidium ist nicht einfach. Die Vertretungen der Parteien anerkannten die angesprochenen Problemkreise und den Handlungsbedarf. Insbesondere das Pensum des Gemeindepräsidiums von derzeit sechzig Prozent reicht bei weitem nicht aus.

Pensum um zwanzig Prozent erhöhen

So wurde die Absicht des Gemeinderates Trogen unterstützt, per 1. Juni 2023 das Pensum auf achtzig Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig war man sich darüber einig, dass insbesondere eine Reduktion der Gemeinderatsanzahl und die damit verbundene Neuorganisation von Rat und Kommissionen sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung Zeit braucht. Auch der Meinungsbildung in den Parteien und in der Bevölkerung ist ausreichend Zeit einzuräumen.

Am Dienstag, 8. November, findet um 20 Uhr die nächste öffentliche Versammlung statt. Neben der Vorstellung des Voranschlages 2023 informiert der Gemeinderat dann erstmals auch die Bevölkerung über die möglichen Reorganisationsformen des Gemeinderates.

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