«Ravenking» beim Bluesclub Bühler

Für eine gelungene Bluesnight sorgte letzten Freitag die internationale Band «Ravenking» beim Bluesclub Bühler.

  • Impressionen des Auftritts von «Ravenking» beim Bluesclub Bühler. (Bilder: Werner Gmünder)

    Impressionen des Auftritts von «Ravenking» beim Bluesclub Bühler. (Bilder: Werner Gmünder)

Ihr Repertoire bestand hauptsächlich aus Songs von Robert Johnson, dem «King of the Delta Blues». Obwohl ihm nur ein kurzes Leben (1911 bis 1938) beschieden war, hinterliess er grosse Spuren in der Geschichte des Blues und war wegweisend für viele Bluesmusiker. «Ravenking» hat sich seinen Texten angenommen und sie neu bearbeitet und interpretiert. «Ravenking Blues» – das ist vieles. Zum Beispiel die Klage um zurückgewiesene Liebe, die trotzige Forderung Hoffnung haben zu dürfen, Freude über den Erfolg und Wehklagen über erlittene Enttäuschungen. Schmerz, Wut, Freude, Liebe und Tod.

Leadsänger Daniel Bährle – gesegnet mit einer «dreckigen» weissen Bluesstimme von grosser Eindringlichkeit – beherrscht sowohl die leisen Töne wie auch den lärmend-lachenden oder schmerzerfüllt-traurigen Blues. Auf der Bühne ist er kaum zu zähmen – noch nie zeigte ein Sänger im Bogenkeller so viel Wandlungsfähigkeit, Power und körperlichen Einsatz. Der Song «Crossroad» war einer der Höhepunkte der abwechslungsreichen Setliste – besser könnte man diesen Klassiker nicht interpretieren. Das begeistert mitgehende Publikum wusste die Spielfreude zu schätzen und verlangte nach einem schweisstreibenden Auftritt gleich einige Zugaben.

Zur Band aus dem süddeutschen Raum mit einem Rheintaler Drummer gehören der Bruder des Sängers, Oliver Bährle (Gitarren) sowie Bassist Harald Henke, der bei einigen Songs den Sänger unterstützte und mit seinem treibenden Bassspiel für einen groovigen Rhythmus sorgte. Am Schlagzeug gab der Widnauer Beat Hollenstein mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes den Takt vor.

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