Publikum gleich zwei Mal verwöhnt

Am Samstag und Sonntag sind Gesangs- und Musikfreunde voll auf ihre Kosten gekommen. Am Samstag sang das Ostschweizer Ensemble Apollon unter der musikalischen Leitung des Appenzellers Raphael Holenstein. Am Sonntagnachmittag fand ein Weihnachtskonzert mit der Formation «Appezölle Saitenklang» statt.

  • Das Ensemble Apollon unter der Leitung von Raphael Holenstein berührte mit seinen ergreifenden Stimmen das Publikum. (Bilder: Vreni Peterer)

    Das Ensemble Apollon unter der Leitung von Raphael Holenstein berührte mit seinen ergreifenden Stimmen das Publikum. (Bilder: Vreni Peterer)

  • Der Name ist Programm: Die Formation «Appezölle Saitenklang» macht Musik ganz im Zeichen von Saitenklängen.

    Der Name ist Programm: Die Formation «Appezölle Saitenklang» macht Musik ganz im Zeichen von Saitenklängen.

Vom Stil her waren die beiden Konzerte zwar völlig anders angesiedelt. Trotzdem hatten sie Gemeinsamkeiten. Beide Ensembles versetzten die Zuhörenden in weihnachtliche Vorfreude, die Klosterkirche in Appenzell war bei beiden Konzerten bis auf den letzten Platz besetzt und bei beiden Formationen flog der berühmte Funke gleich zum Publikum rüber.

«Es ist ein Ros entsprungen»

Das Ensemble Apollon hat sich Ende 2017 formiert, um sich schwerpunktmässig der geistlichen Vokalmusik zu verschreiben. Es besteht aus erfahrenen Ensemble- und Solosängern, deren Stimmen sich beim gemeinsamen Singen perfekt ergänzen und einen beeindruckenden Chorklang bilden. Beim Konzert in der Klosterkirche Maria der Engel besang das Ensemble Apollon das Lied «Es ist ein Ros entsprungen». Dieses stand zwar stets im Mittelpunkt des Konzerts, das Ensemble nahm jedoch einzelne Textstellen heraus und verlinkte sie in faszinierender Art und Weise mit weiteren Liedern.
Raphael Holenstein, der auch Dirigent der Kirchenchöre von Oberegg und Appenzell ist, fand, eingebettet in das Konzert, immer wieder erklärende Worte zum Lied «Es ist ein Ros entsprungen».

Saitenklänge

Der Sonntagnachmittag stand dann völlig im Zeichen von Saitenklängen. Erika Koller, Nicole Gschwend und Lorenz Nessensohn auf der Zither, Barbara Inauen am Bass und an der Handorgel und Bettina Kern mit der Harfe, der Konzertzither und der Flöte boten einen musikalischen Blumenstrauss voller bekannter und beliebter Advents- und Weihnachtslieder. Erika Koller begrüsste die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer mit den Worten: «D’Wölt ischt müed vom viele Striite, müed vo all dem bittre Leid, doch wenn d’Wiehnachtsglogge lüüte, gschpürscht du Frede, gschpürscht du Freud.»

Das Liederrepertoire begann mit «Wir sagen euch an, den lieben Advent» und endete mit «Leise rieselt der Schnee». Dazwischen ertönten unter anderem «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel», «Es wird scho glei dumpa» und «Rocking Around the Christmas Tree». Ein Höhepunkt war zweifellos das von Lorenz Nessensohn vorgetragene «Chlausezäuerli», das von feinen Zitherklängen begleitet wurde.

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