Projekttage waren «wahrlich heldenhaft»

Das Schuljahresmotto 23/24 der Schule Gonten lautet «wahrlich heldenhaft». Und «wahrlich heldenhaft» waren auch die Projekttage, die letzte Woche durchgeführt wurden.

Während den ersten beiden Tagen sollten die Kinder die Chance bekommen, echte «Helden» zu treffen und mehr über ihren Alltag zu erfahren. Natürlich gäbe es da viele zu finden, steckt doch in jeder Person etwas Heldenhaftes. Sie wählten einige «heldenhafte» Betriebe aus, klopften dort an und stiessen überall auf offene Ohren. So konnten alle Kinder, vom kleinen Kindergarten bis zur 6. Klasse, einen Halbtagesworkshop besuchen, welchen sie entweder im Kinderspital (KISPI) St. Gallen, im Alterszentrum Gontenbad, bei der Polizei oder in der Tierklinik Appenzell bei Tobias Fritsche verbrachten.

Während die Schulkinder im KISPI den Alltag eines Krankenhauses kennenlernten und sich sogar ein Zimmer ansehen durften, absolvierten die jungen Besucherinnen und Besucher im Alterszentrum Gontenbad einen speziell für sie vorbereiteten Parcours. «Habt ihr schon jemals versucht jemanden im Rollstuhl zu schieben, während man selbst eine Brille trägt, die einem die Sicht einschränkt?», wurden sie dabei gefragt. Die Gontner Kinder durften auch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Spiele spielen und singen.

Bei der Polizei erlebten die Schulkinder, wie es ist, wenn man selbst Handschellen trägt oder in eine Zelle eingeschlossen wird. Bei Tierarzt Fritsche musste das Programm kurzfristig umgestellt werden, weil ein Notfallkaiserschnitt bei einer Kuh anstand. Die 4. bis 6. Klässler durften dabei zusehen und bekamen somit einen einzigartigen Einblick in eine Tätigkeit, die jeden Tag wieder Unerwartetes bereithält.

Basteln für Kinder im Spital

Hatte man den Halbtagesworkshop schon hinter oder noch vor sich, verbrachte man den anderen halben Tag im Schulhaus, wo gemeinsam fleissig gebastelt wurde. Man wollten selbst etwas «Heldenhaftes» tun und bastelte eine Osterüberraschung für jene Kinder im KISPI, die über Ostern nicht nach Hause gehen konnten. Diese wurde dann über Ostern durch eine Gontner Kinderkrankenschwester direkt auf die Stationen verteilt.

Anschliessend hatten die Kindergärtler und 1. Klässler ein Spezialprogramm. Sie wurden vom Wildhüter und einem Jäger besucht, die ihnen viel Spannendes über verschiedene Wildtiere, welche in der Schweiz vorkommen, erzählten.

Am zweiten Tag waren die Allerkleinsten mit Basteln dran. Sie widmeten sich der Dekoration für die Gontner Feuerwehr, die dieses Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert. Die 2. bis 6. Klässler waren abermals unterwegs. Eine Gruppe durfte erneut in die Tierklinik, wo es erneut eine Überraschung gab – eine Schafgeburt. Andere Kinder besuchten die Stääg, wo sie Einblick in alle Werkstätten erhielten und Zeit mit den Klientinnen und Klienten verbringen durften. Eine weitere Gruppe bekam einen Einblick in die Rega und war sogar dabei, als der Helikopter gleich zu einem Notfall ausrücken musste. Aber auch die Rettungssanität und der Zivilschutz in Appenzell gewährten den Schülerinnen und Schülern einen einmaligen Einblick.

«Wasser marsch!»

Diese Tage wurden abgerundet durch ein Highlight am dritten und letzten Tag: dem Feuerwehr- und Samaritertag. Die Feuerwehr stellte ein vielfältiges Programm für die gesamte Gontner Schule auf die Beine. Die Kinder lernten, wie man sich bei einem Feuer verhält, wie man brennendes Öl löscht, einen Feuerlöscher bedient, wie es ist, mit einem echten Schlauch zu spritzen. Auch ein Feuerwehrauto konnte genauestens inspiziert werden.

Auch der Samariterverein Gonten war den ganzen Tag vor Ort und hatte ebenfalls Workshops zusammengestellt. Auf spielerische Art und Weise lernten die Kinder, wie man sich in einem Notfall zu verhalten hat, wie ein Verband gemacht wird, wie man eine Verbrennung oder eine Schürfung verarztet und vieles mehr. Das Ganze wurde abgerundet, als sich alle noch einmal besammelten und die Feuerwehr demonstrierte, was passieren würde, wenn sich ein Haarspray entflammt. Danach wurden die müden aber zufriedenen Schulkinder in die Osterpause entlassen.

Der Dank gilt als erstes der Feuerwehr und dem Samariterverein Gonten für ihre Planung und den riesigen Einsatz zum Wohle der Schule. Ein weiterer Dank gilt der Polizei, dem Zivilschutz, der Rettungssanität, der Rega, der Stääg, dem Alterszentrum Gontenbad, dem Team der Tierklinik Appenzell, dem Kinderspital sowie der Fachstelle Jagd und Fischerei von Appenzell Innerrhoden für ihre sofortige Bereitschaft, ihre Türen zu öffnen und die tollen Programme, welche sie für die Kinder zusammengestellt haben. Diese Projekttage wären ohne deren Mitwirkung und Arbeit nicht so einzigartig geworden.

Weitere Artikel

  • Nicolas Obrist (links) Ueli Frigg (rechts) Badi Heiden. (Bild: zVg)

Schreibe einen Kommentar