Postgeschäfte im Blütenmeer erledigen

«Manchmal fragen mich die Leute: Bin ich wirklich bei der Post?», lacht Esther Nufer, Floristin und Besitzerin des Blumengeschäfts Viola. Seit dem 4. April können die Einwohnerinnen und Einwohner von Waldstatt Tausende von Blütenblättern kaufen, während sie ihre Postgeschäfte erledigen.

  • Edith Scherrer (rechts) übergibt der Blumen-Pöstlerin Esther Nufer ein Paket. (Bild: pd)

    Edith Scherrer (rechts) übergibt der Blumen-Pöstlerin Esther Nufer ein Paket. (Bild: pd)

Die ganze Fassade des Hauses, in dem sich der Blumenladen und die Filiale der Post befinden, ist mit Blumen und Pflanzen in allen Formen und Farben geschmückt. Neben dem Eingang befindet sich ein gelber Briefkasten. Im Ladeninneren verströmen die zahlreichen Blumensträusse intensive Düfte. Auf der linken Seite befindet sich die Postecke. Es ist verständlich, dass sich viele Kundinnen und Kunden in einem Traum wähnen und sich fragen, ob sie sich wirklich in einer Post befinden.

Esther Nufer, eine junge, schlanke Frau, begrüsst eine Kundin, die soeben eingetreten ist. Es handelt sich um Edith Scherrer, eine dynamische, fröhliche Frau in den Fünfzigern und Stammkundin: «Ich komme oft, um einen Blumenstrauss zu kaufen und bei der Gelegenheit einen Brief oder ein Paket zu verschicken.» Ihre Augen funkeln: «Das hier ist auch ein wichtiger Ort des Austauschs, wo man sich mit den anderen Dorfbewohnerinnen und -bewohnern unterhalten kann.»

Mit energischen Schritten geht Edith Scherrer auf die Postecke zu. Sie übergibt der Blumen-Pöstlerin ein kleines, rechteckiges Paket. «Das ist ein Biberli für meine Nichte. Das Schwierigste kommt aber erst jetzt», lächelt Scherrer, – die Auswahl der Blumen. Während die Kundin die verschiedenen Blumen und Pflanzen bewundert, erzählt Esther Nufer, wie sie reagiert hat, als sie von der Gemeinde gefragt wurde, ob sie an einer Partnerschaft mit der Post interessiert sei. «Ich habe sehr schnell ja gesagt, denn für mich war das selbstverständlich. Da wir in dieses grosse Haus gezogen waren, gab es genug Platz für eine Postecke.» Nachdem sie eine Ausbildung absolviert hat, fühlt sich Esther Nufer im Umgang mit den postalischen Dienstleistungen wohl.

Wie lautet ihr Fazit nach den ersten paar Monaten? «Ich habe eine grosse Stammkundschaft, die schon seit etwa 15 Jahren zu mir kommt, das schafft Synergien. Die Kundinnen und Kunden kommen, um einen eingeschriebenen Brief zu verschicken, und kehren mit einem Blumenstrauss nach Hause zurück. Und diese Zusammenarbeit mit der Post ist ein zweiter Pfeiler unserer Tätigkeit», stellt Esther Nufer fest.
Ob in einer Bäckerei, in einem Volg oder in einem örtlichen Reisezentrum – die Postfilialen mit Partner haben sich an über 1200 Standorten bewährt.

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