Positiver Jahresabschluss der evangelisch-reformierten Landeskirche

Die evangelisch-reformierte Synode beider Appenzell hat am Montag, 24. Juni, die Jahresrechnung 2023 genehmigt und in erster Lesung das Geschäftsreglement der Synode behandelt.

  • Der Kirchenrat besteht aus (vorne von links) Regula Gamp Syring, Thomas Gugger, Martina Tapernoux, Regula Ammann und Barbara Bruderer. Hinten sitzt das Büro der Synode (von links) mit Karin Rommel, Esther Johnson, Marcel Steiner und Jacqueline Bruderer. (Bild: Karin Steffen)

    Der Kirchenrat besteht aus (vorne von links) Regula Gamp Syring, Thomas Gugger, Martina Tapernoux, Regula Ammann und Barbara Bruderer. Hinten sitzt das Büro der Synode (von links) mit Karin Rommel, Esther Johnson, Marcel Steiner und Jacqueline Bruderer. (Bild: Karin Steffen)

«Schauen wir mit trotziger Zuversicht nach vorne», rief Marcel Steiner, Präsident der Synode, die Synodalen an der Sitzung vom Montag in Herisau auf. In seinem Eröffnungswort im Kantonsratssaal in Herisau wies er auf die vielen Menschen hin, die sich für die Kirche engagieren, trotz des stetigen Rückgangs an Mitgliedern und des Verlusts an Relevanz. Seine Schlussfolgerung: «Es besteht noch Hoffnung!»

Der Finanzverantwortliche, Kirchenrat Thomas Gugger, präsentierte mit rund 73’000 Franken einen positiven Rechnungsabschluss 2023. Die Rechnung schliesst somit 142’000 Franken besser als budgetiert. Gugger führt dies auf tiefere Aufwendungen zurück, wie die noch nicht abgeschlossene Gesetzesrevision und die einjährige Vakanz im Kirchenrat. Mit Barbara Bruderer, Sozialpädagogin aus Herisau, konnte die Vakanz geschlossen werden. Sie hat das Ressort Diakonie übernommen und ist dabei, mit der Diakoniekommission die landeskirchliche Diakoniearbeit zu festigen.

Verschiedene Anträge führten bei der Behandlung des Geschäftsreglements der Synode zu Diskussionen. Abgelehnt wurden zwei ähnlich lautende Anträge von Eugen Brunner, Speicher, und Albert Kölbener, Appenzell, welche die Auszahlung der Mitglieder der Synode der Landeskirche übertragen wollten. Die Auszahlungen verbleiben demnach bei den Kirchgemeinden. Neu sieht das Geschäftsreglement eine Nominationskommission vor. Diese kommt zum Einsatz, wenn Sitze im Kirchenrat, in der Geschäftsprüfungskommission, der ebenfalls neuen vorberatenden Kommission Reglemente und im Büro zu besetzen sind.

Wie Kirchenratspräsidentin Martina Tapernoux-Tanner eingangs erwähnt hat, übte sich der Kirchenrat in der Debatte um das Synodereglement in Zurückhaltung. Gleichzeitig wies die Kirchenratspräsidentin darauf hin, wie wichtig Reglemente seien: «Reglemente geben uns ein Gesicht. Wir sind für andere berechenbar, weil klar ist, wer bei uns welche Rechte und Pflichten hat.»

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