Paddy Schai neuer Präsident der GastroAI

Zwei Plätze im Vorstand der GastroAI gab es neu zu besetzen: Paddy Schai vom Pub Appenzell wurde zum neuen Präsidenten gewählt, Lukas Koch vom Neuhof zum Beisitzer. Neu wird die Appenzeller Mitarbeiterparty, welche von GastroAR organisiert wird, finanziell unterstützt.

  • Der Vorstand von GastroAI: Peter Knöpfel, Thomas Manser, Silvie Inauen, Daniel Geiger, Paddy Schai (neuer Präsident) und Lukas Koch (neu, hinten von links). Stephan Sutter (bisheriger Präsident) und Hanni Bürki (bisherige Aktuarin, vorne von links). (Bilder: Claudia Manser)

    Der Vorstand von GastroAI: Peter Knöpfel, Thomas Manser, Silvie Inauen, Daniel Geiger, Paddy Schai (neuer Präsident) und Lukas Koch (neu, hinten von links). Stephan Sutter (bisheriger Präsident) und Hanni Bürki (bisherige Aktuarin, vorne von links). (Bilder: Claudia Manser)

  • Esther Friedli (links), Vorstandsmitglied von GastroSuisse gratuliert Hans Manser zur 25 Jahre -Mitgliedschaft bei der GastroAI.

    Esther Friedli (links), Vorstandsmitglied von GastroSuisse gratuliert Hans Manser zur 25 Jahre -Mitgliedschaft bei der GastroAI.

Stephan Sutter vom Hotel Appenzell führte letztmals als Präsident durch die durch die Hauptversammlung von GastroAI. Nach neun Jahren – davon acht Jahre als deren Präsident – verabschiedete sich Sutter aus dem Vorstand. «Er war ein vorbildlicher, junger Präsident mit viel Elan. Unseren Verband hat Stephan zuverlässig und positiv vertreten», dankte Vizepräsident Peter Knöpfel. Zu ihrem neuen Präsidenten wählten die gut 30 Gastro-Mitglieder Paddy Schai, Inhaber vom Pub in Appenzell.

Anlässlich der Hauptversammlung kam es zu einem weiteren Wechsel im Vorstand: Die Aktuarin Hanni Bürki reichte ebenfalls – wie Sutter im Jahre 2015 gewählt – ihren Rücktritt ein. Sie machte einen vorbildlichen Job und war bis auf eine Sitzung ausnahmslos präsent, wurde der Vorstandsfrau von der Wirtschaft «vom Wilden Mann» in Oberegg gedankt. Ihren Sitz übernimmt Lukas Koch vom Neuhof Gäste-& Schokohaus. 25 Jahre sind eine lange Zeit: Für den Präsidenten war es eine Freude, dass er die langjährigen Gastgeber Evelyne und Hans Manser vom Berggasthaus Ruhesitz für 25 Jahre Mitgliedschaft ehren durfte.

Fachkräfte im Gastgewerbe halten

Die Gastronomiebranche kennt derzeit mehrere Herausforderungen. «Wir haben alle ein sehr anspruchsvolles Jahr hinter uns. Einige von uns spürten den Fachkräftemangel, die galoppierende Inflation mit deutlichen Lohnforderungen und die steigende Mehrwertsteuer im neuen Jahr», so Sutter. «Wirtschaftlich blicken wir jedoch auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Für viele bedeutete es gar einen Rekordsommer.»

Ein Höhepunkt im Vereinsjahr ist sicherlich die Diplomfeier der Lehrabgänger. Im vergangenen Sommer durften erfreulicherweise allen 15 Absolventen das Fähigkeitszeugnis überreicht werden. «Auf den Sommer 2024 sind leider nach wie vor Lehrstellen nicht besetzt. Für uns wäre es enorm wichtig, wenn nicht gar überlebenswichtig, dass wir weiterhin junge Leute für unsere Berufe im Gastgewerbe begeistern können», fuhr Sutter fort. Fast noch wichtiger sei es aber, die jungen Leute auch nach dem Abschluss ihrer Lehre weiterhin im Gastgewerbe halten zu können.

Beitrag zur Zufriedenheit

«Mit der Appenzeller Mitarbeiterparty, welche seit zwei Jahren von GastroAR organisiert und durchgeführt wird, könnte sicherlich ein Beitrag zur Personalzufriedenheit geleistet werden», sagte Sutter zum Antrag für eine finanzielle Beteiligung. Die Gastro-Mitglieder sagten mehrheitlich ja zum finanziellen Engagement. Die Genehmigung der Jahresrechnung mit einem Gewinn, die Festlegung des Jahresbeitrages von 80 Franken pro Betrieb sowie die Verteilung des Wasserrappens wurden diskussionslos genehmigt. Mit einer Schweigeminute wurde fünf Verstorbenen, ehemaligen Mitgliedern gedenkt. Austritte aus dem Verein gab es deren Vier, Eintritte ebenfalls Vier. Der Mitgliederbestand ist bei 74.

Gastrobranche ist vielseitig

«Die Innerrhodische Gastronomie hat weitherum einen guten Ruf», sagte Landesfähnrich Jakob Signer nicht ohne Stolz. Mit Blick zum demissionierenden Präsidenten meinte Signer, dass Stephan Sutter in einer anspruchsvollen Zeit Präsident war, dies insbesondere während der Corona-Pandemie.
Aktuell wird das Gastgewerbegesetz überarbeitet, es soll einfacher werden. Für Esther Friedli, Ständerätin und Vorstandsmitglied von GastroSuisse ist die Gastrobranche unglaublich vielseitig.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist ein Fünf-Punkteplan in Bearbeitung. Dieser sieht vor: Förderung vom Image, Kurse für Unternehmensschulung, Stärkung und Suche nach Nachwuchs, Kurse für Quereinsteiger und Überarbeitung der Anstellungsbedingungen und Arbeitszeitmodelle, um ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Für sagenhafte 1,15 Millionen Franken wurden beim Tourismus Appenzell im vergangenen Jahr Tourismus-Gutscheine verkauft. Zurückgenommen wurden Gutscheine von gut einer Million Franken. Guido Buob meinte denn auch: «Mit diesen Gutscheinen bleibt das Geld im Land.» Im Anschluss an die Hauptversammlung waren die Mitglieder, Gäste aus Politik, Wirtschaft und Tourismus zum gemeinsamen Apéro und Abendessen eingeladen.

26
6

Weitere Artikel

  • (Symbolbild: fotolia)

Schreibe einen Kommentar