«Ostschweiz ist der Zeit voraus»

Die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag auf dem Kronberg begannen auch in diesem Jahr in den frühen Morgenstunden. Die Klänge des «Alphorn-Trios 3G’s» sowie die Jodeltöne von Antonia Manser boten den Rahmen zur Festrede von Christine Bolt. Knapp 100 Personen trotzten dem starken Wind und genossen die Atmosphäre.

  • Olma-Direktorin Christine Bolt trotzte dem Wind während ihrer 1.-August-Rede. (Bilder: zVg)

    Olma-Direktorin Christine Bolt trotzte dem Wind während ihrer 1.-August-Rede. (Bilder: zVg)

  • Das Alphorntrio 3 G’s wird «khöörig vebudled» auf dem Gipfel des Kronbergs.

    Das Alphorntrio 3 G’s wird «khöörig vebudled» auf dem Gipfel des Kronbergs.

  • Jodlerin Antonia Manser wusste trotz Wind mit ihrer Stimme zu verzaubern.

    Jodlerin Antonia Manser wusste trotz Wind mit ihrer Stimme zu verzaubern.

  • Verwaltungsratspräsident Thomas Bischofberger überreicht Christine Bolt ein kleines Präsent.

    Verwaltungsratspräsident Thomas Bischofberger überreicht Christine Bolt ein kleines Präsent.

Am 1.-Augustmorgen um 4 Uhr beförderte die Bahn die ersten Gäste auf den Kronberg. Bereits um 5 Uhr startete die musikalische Unterhaltung mit dem «Alphorn-Trio 3G‘s» auf dem Kronberggipfel. Antonia Manser mit Handorgelbegleitung wusste anschliessend die Gäste mit ihrer Stimme zu verzaubern. Vor der eigentlichen Ansprache von Olma-Direktorin Christine Bolt entschloss sich das Kronbergteam jedoch aufgrund des immer stärker werdenden Windes, den Festakt vom Gipfel auf die Terrasse des alten Berggasthauses zu verlegen.

«Die Sonne geht in der Ostschweiz auf»

Christine Bolt eröffnete ihre Ansprache mit drei Gründen, wieso sie sich auf den heutigen Tag riesig gefreut habe. Erstens sei sie eine Frühaufsteherin, zweitens sei der Kronberg der ideale Startpunkt für eine Wanderung in ihre Heimat Wildhaus und drittens freue sie sich auf den frühesten Sonnenaufgang, denn, wie Bolt festhielt: «Hier oben sieht man es wunderbar, die Sonne geht in der Ostschweiz auf!».

Bolt erwähnte, dass die Sonne in Appenzell genau 17 Minuten früher als in Genf aufsteige. Deshalb sei «die Ostschweiz der Zeit voraus». Bolt appellierte an die Anwesenden, diesen Vorsprung gemeinsam zu nutzen, zusammen als Ostschweiz. Dazu hätten wir zusammenzurücken; sie verglich die Situation mit jener in den Degustationshallen vier und fünf an der Olma. Wir alle seien auf Augenhöhe und es gäbe keine Unterschiede. Die Vielfalt werde zur Einheit und dies könne mit der richtigen Mischung und Dosierung zur absoluten Stärke umgewandelt werden.

Vielfältige und mutige Ostschweiz

Weiter ging Bolt auf die einzelnen Stärken und Charakterzüge der Ostschweizer Kantone ein: Die Geschäftstätigkeit, Würze und Biss, charmante Gegensätze, die Weltoffenheit und geheimnisvolle Produkte erwähnte sie.  Dazu gehöre natürlich auch die beste Wurst der Welt und das hervorragende «Püürli» – vielleicht als Symbol für die charmante «Brötigkeit» unserer Region. Und natürlich hätten die St.Gallerinnen und St.Galler die Olma erfunden. Gemeinsam habe die Ostschweiz seit jeher Weitsicht und Mut bewiesen – auch mit dem Bau der neuen Halle eins.

Zu guter Letzt brachte Bolt auch ein paar Wünsche an. Die Ostschweiz brauche Menschen mit Weitsicht, brauche «Besserwisser», welche sich zu «Bessermachern» entwickelten und Menschen mit «Födle». Sie resümierte, dass wenn wir alle unsere Stärken und Eigenschaften geschickt miteinander verbinden würden, wir diese paar Minuten, welche wir dem Rest der Schweiz voraus seien, nutzen könnten. Sie wünschte allen Mut, vorauszugehen und etwas zu wagen. Sie rief die Anwesenden auf, gemeinsam aufzubrechen, zusammen voranzugehen und dem Rest der Schweiz zu zeigen, wo die Sonne aufgeht: nämlich in der Ostschweiz.

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  • Symbolbild: bigstock

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