Neuer Präsident und neue Kassierin für das Ried

In der Verwaltung der Korporation Stiftung Ried kam es am Samstag bei der ordentlichen Riedgemeinde zu Wechseln in zwei wichtigen Ämtern. Christian Manser-Ulmann wurde zum Nachfolger von Ernst Schiegg als Präsident der Riedverwaltung gewählt, und Manuela Manser-Fuster ersetzt René Lutz als neue Kassierin.

  • Der neue Riedpräsident Christian Manser und die neue Kassierin Manuela Manser, flankiert von ihren Vorgängern Ernst Schiegg (links) und René Lutz (rechts). (Bilder: Josef Fritsche)

    Der neue Riedpräsident Christian Manser und die neue Kassierin Manuela Manser, flankiert von ihren Vorgängern Ernst Schiegg (links) und René Lutz (rechts). (Bilder: Josef Fritsche)

  • Von den Teilnehmenden an der Riedgemeinde wurde diesmal Wetterfestigkeit verlangt.

    Von den Teilnehmenden an der Riedgemeinde wurde diesmal Wetterfestigkeit verlangt.

  • Für Autofahrer Richtung Westen ist künftig hier im Bereich Riedgaden «Schluss»: Riedstrasse und Ringstrasse werden mit «Einfahrt verboten» signalisiert. Das gleiche Signal soll auch an der Wührestrasse beim «Neuhof» angebracht werden.

    Für Autofahrer Richtung Westen ist künftig hier im Bereich Riedgaden «Schluss»: Riedstrasse und Ringstrasse werden mit «Einfahrt verboten» signalisiert. Das gleiche Signal soll auch an der Wührestrasse beim «Neuhof» angebracht werden.

Rund 60 Korporationsgenossinnen und -genossen versammelten sich trotz zeitweise garstig-winterlichen Verhältnissen unter freiem Himmel vor dem Riedgaden zur ordentlichen Riedgemeinde. Neben den beiden Wahlgeschäften in die Verwaltung interessierten vor allem die Ausführungen des abtretenden Riedpräsidenten Ernst Schiegg zum erfolgreichen – auch finanziellen – Abschluss des Mehrfamilienhaus-Neubaus «Bannhüttli» sowie zu den angestrebten Massnahmen zur Verkehrsberuhigung im Quartier, respektive möglichst optimaler Unterbindung des in der Vergangenheit stetig angewachsenen Durchgangs- und Ausweichverkehrs.

Ersatzwahlen

Ernst Schiegg stand insgesamt 18 Jahre im «Dienst» der Korporation Stiftung Ried, 2004 als Revisor-Ersatz und ab 2005 in der Verwaltung als Beisitzer, dann Aktuar und seit 2012 als deren Präsident. «Mit Leib und Seele und viel Herzblut» habe er sich für die Belange des Ried eingesetzt, wurde er von Vizepräsident/Aktuar Roman Manser gewürdigt. Zu seinem Nachfolger als Riedpräsident wählten die Anwesenden den einzigen Kandidaten Christian Manser-Ulmann. Elf Jahre war René Lutz für die Finanzen des Ried zuständig. Auch er hatte in dieser Zeit einiges zu tun, nicht nur Finanzielles, wie Ernst Schiegg den scheidenden «Ried-Säckelmeister» würdigte. Zu seiner Nachfolgerin wurde Manuela Manser-Fuster gewählt. Sie könne auf eine «gute, zahlungsfreudige Klientel» zählen, meinte Lutz in seinem Abschiedswort an die Versammlung.

Mehrfamilienhaus Bannhüttli

In seinem Geschäftsbericht kam Ernst Schiegg auch auf den in allen Belangen erfreulichen Abschluss beim Bau des Mehrfamilienhauses Bannhüttli zu sprechen. Dazu gehört, dass seit Juli 2021 sämtliche Wohnungen bezogen sind. «Sehr erfreut», so Schiegg, sei die Verwaltung, dass trotz Mehrleistungen das budgetierte Kostendach von 2,5 Millionen Franken eingehalten werden konnte – mit 2›515›246.10 Franken wurde das Vorhaben abgerechnet. In diesem Betrag enthalten sind auch die ursprünglich nicht vorgesehenen Mehrkosten von rund 110›000 Franken für den Einbau eines Personenliftes und einer Aufdach-Photovoltaik-Anlage sowie einer zusätzlichen Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung.

Verkehrsberuhigung im Quartier

Nicht erst seit der letztjährigen versuchsweisen Sperrung der Dorfdurchfahrt in den Sommermonaten zwischen 11 und 17 Uhr störten sich nicht wenige Riedbewohnerinnen und -bewohner am zunehmenden Durchgangsverkehr über die Riedstrasse. Verkehrsmessungen im letzten Jahr hätten gezeigt, dass knapp ein Fünftel der sonst durch das Dorf Richtung Westen fahrenden Autos über das Ried «ausgewichen» seien, führte Ernst Schiegg in seinem Geschäftsbericht aus. Als besonders störend erwies sich auch eine deutliche Zunahme von Lastwagen und Traktoren auf der schmalen, nicht für grosse Verkehrsaufkommen gebaute Verbindung. Für die Kinder eine besondere Gefahr, da es auch keine Trottoirs entlang der Strasse gebe.

Nach diversen Gesprächen mit dem Landesfähnrich und dem Bezirksrat Appenzell habe die Riedverwaltung im Januar dieses Jahres folgenden – und in der Zwischenzeit gutgeheissenen – Antrag beim Bezirk eingereicht: «Die Strasse vom Riedgaden ist von östlicher in westlicher Richtung zu sperren beziehungsweise als verbotene Fahrtrichtung zu signalisieren. Demzufolge soll je ein Verkehrsschild ‹Einfahrt verboten› mit Zusatzsignal ‹Rad- und Motorfahrräder gestattet› beim Riedgaden in westlicher Richtung sowie bei der Ringstrasse in südlicher Richtung angebracht werden. Zudem ist ein gleiches Verkehrsschild vor dem Bahnübergang bei der Wührestrasse in südlicher Richtung anzubringen. Ergänzend ist auf der linken Strassenseite auf gleicher Höhe wie die vorgängig erwähnten Verkehrsschilder jeweils ein Signalschild ‹Einbahnstrasse mit Gegenverkehr von Rad-und Motorradfahrern› anzubringen Es gilt zu beachten, dass die neuen Verkehrsanordnungen den leichten Zweiradverkehr (Fahrrad- und Mofa-Verkehr) nicht einschränken dürfen.»

Die Riedverwaltung sei sich bewusst, dass damit für einzelne Quartierbewohner für die Zu- und Wegfahrt mit dem Auto Einschränkungen verbunden seien. Die Verkehrssicherheit vor allem für die zahlreichen schulpflichtigen Kinder habe oberste Priorität, betonte Schiegg. Und er appellierte, «im Sinne der Solidarität unter den Riedbewohnern, die neuen Massnahmen mitzutragen und zu unterstützen».

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