Neuer Name, aber das gleiche Ziel

Der Bäuerinnenverband Appenzell Innerrhoden heisst neu «Bäuerinnen- und Landfrauenverband Appenzell Innerrhoden». Die dafür notwendige Statutenrevision ist an der Jahresversammlung angenommen worden.

  • Die Vorstandsfrauen präsentieren das Logo zum neuen Verbandsnamen. (Bilder: Claudia Manser)

    Die Vorstandsfrauen präsentieren das Logo zum neuen Verbandsnamen. (Bilder: Claudia Manser)

  • Zum Abschluss ein Dessertbuffet.

    Zum Abschluss ein Dessertbuffet.

Rund 100 Bäuerinnen, Landfrauen und Gäste kamen am Montagabend zur 57. Hauptversammlung in den Eventraum bei der Kirche in Eggerstanden. Das im Vorfeld sicher am heissesten diskutierte Traktandum war die Statutenrevision. Bereits an der Jahresversammlung 2023 hatten sich die Vereinsmitglieder mehrheitlich für eine Namensänderung entschieden: «Bäuerinnen- und Landfrauenverband Appenzell Innerrhoden» soll der Verein heissen. Die Idee dahinter ist, mehr Frauen anzusprechen, denn jede Bäuerin ist eine Landfrau, jedoch nicht jede Landfrau eine Bäuerin. Schon jetzt machen im Verein viele Frauen mit, die Landfrauen, aber nicht Bäuerinnen sind. Der Verein soll auch für Bäuerinnen, die nach einer Hofübergabe nicht mehr aktiv in der Landwirtschaft arbeiten, offen sein. «Alle dürfen sich zugehörig fühlen», sagte die Präsidentin Mechtild Grubenmann. Die entsprechende Statutenänderung wurde mit einem grossen Mehr an Stimmen angenommen. Die revidierten Statuten treten per sofort in Kraft.

Politische und gesellschaftliche Anliegen

Zum fünften Mal durfte Mechtild Grubenmann einen Jahresbericht verfassen. Sie konnte im Berichtsjahr auf viele schöne Momente und spannende Erfahrungen zurückschauen: das Preisjassen, die Gebetsnacht, eine Vollmondwanderung in Oberegg oder den Vereinsausflug. Viel Engagement bringt die Führung der Festwirtschaft an der Viehschau und am Käsefest in Appenzell mit sich. «Die Festwirtschaften sind bald nicht mehr wegzudenken. Wenn ich mit Ach und Krach das Personal für beide Festwirtschaften zusammen habe, beruhigen sich meine Nerven wieder», sagte Mechtild Grubenmann. «Es macht Freude, das Ganze zu organisieren.» Zu den repräsentativen Anlässen gehört sicherlich das Backen an der Olma oder der Milchausschank am Tag der Pausenmilch.

An der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands (SBLV), am Rhein-Bodensee Bäuerinnen- und Bauerntag oder an der Landsgemeindeversammlung hat sich die Präsidentin Mechtild Grubenmann für die politischen und gesellschaftlichen Anliegen ihres Verbands eingesetzt. «Das politische Geschehen nimmt in unserem Verband einen immer grösseren Stellenwert ein», so die Präsidentin. Sie fügte weiter an: «Nein, das Verbandsjahr besteht nicht nur aus Sitzungsterminen und Aufgaben. Ich darf den Bäuerinnenverband an verschiedenen Anlässen wie der ‹Tier & Technik›-Eröffnungsfeier oder an der Olma repräsentieren. Diese Einladungen nehme ich gerne an.»

Kochbuch mit neuer Auflage

Die Kassierin Lydia Signer stellte die Jahresrechnung vor. Den Einnahmen von 65‘159.70 Franken standen Ausgaben von 63‘170.85 Franken gegenüber. Die Einnahmen setzen sich vor allem aus dem Umsatz an der Viehschau, dem Käsefest und der Viehannahme zusammen. Die Mitgliederbeiträge belaufen sich auf 4440 Franken, wovon 2150 Franken an den SBLV gehen. Das Kochbuch «Appenzeller Frauen Kochen» von den Bäuerinnen und Landfrauen beider Appenzell ist beliebt: Eine neue Auflage wurde gedruckt. «Ich habe Glück, es hat keine meiner Vorstandskolleginnen die Demission eingereicht», sagte die Präsidentin. Mit Mechtild Grubenmann, Marlen Dobler, Lydia Signer, Claudia Speck, Irene Neff, Marianne Städler und Luzia Fuster wird der Vorstand ins neue Vereinsjahr gehen. Nicole Maurer vom SBLV dankte für die Mitgliedschaft im über 50‘000 Mitglieder zählenden Dachverband und informierte über die Berufsbildung. Gerlinde Neff stellte die «Bäuerliche Sorgechratte» vor. Ziel der «Sorgechratte» ist die finanzielle Unterstützung von Bauernfamilien, welche in Not geraten sind. Landeshauptmann Stefan Müller unterstrich schliesslich, wie wichtig eine gute Kommunikation der Bäuerinnen und Bauern sei, um so die Anliegen der Landwirtschaft der nicht-bäuerlichen Bevölkerung zu vermitteln. Abgerundet wurde die Jahresversammlung mit einer Schätzfrage, einem Dessertbuffet und gemütlichem Beisammensein.

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