Neuer Anlauf für eine PV-Anlage beim Pfarrhaus

An der ordentlichen Kirchhöri der katholischen Kirchgemeinde Haslen-Stein wurden die Verantwortlichen beauftragt, an der ursprünglich im Rahmen der Pfarrhaus-Sanierung geplanten Photovoltaik-Anlage (PV) festzuhalten, zumal unlängst die Standeskommission in einem ähnlich gelagerten Entscheid das öffentliche Interesse an erneuerbarer Energiegewinnung höher gewichtete als denkmalpflegerisch

  • Der «Andrang» zur Kirchhöri der Kirchgemeinde Haslen-Stein blieb überschaubar. (Bild: Josef Fritsche)

    Der «Andrang» zur Kirchhöri der Kirchgemeinde Haslen-Stein blieb überschaubar. (Bild: Josef Fritsche)

  • Blick in die Pfarrhaus-Baustelle: Ganz links wird die Küche entstehen, in der Mitte kommt der Treppenaufgang und hinten links ist der Arbeitsraum mit Ausgang über dem neuen Lagerraum vorgesehen. (Bild: zVg/Geri Breu)

    Blick in die Pfarrhaus-Baustelle: Ganz links wird die Küche entstehen, in der Mitte kommt der Treppenaufgang und hinten links ist der Arbeitsraum mit Ausgang über dem neuen Lagerraum vorgesehen. (Bild: zVg/Geri Breu)

Rund zwei Dutzend Kirchbürgerinnen und Kirchbürger nahmen am Freitag in der Kirche Haslen an der Kirchhöri teil, in deren Verlauf die Sanierung und der Umbau des Pfarrhauses zum «Haupttraktandum» wurde.

Die derzeitigen Bauarbeiten laufen – abgesehen von Verzögerungen durch Corona und Einsprachen seitens Heimatschutz und Denkmalpflege – gut und nach Plan, wie Kirchenratspräsident Franz Dörig berichtete. Ziel sei, die umgebaute und sanierte Liegenschaft an der Chilbi im Herbst dieses Jahres der Öffentlichkeit zu präsentieren. «Gut» läuft auch die Finanzierung dieses Vorhabens, wie die Ausführungen von Kirchenpfleger Geri Breu zur Jahresrechnung zeigten: Bis Ende 2021 wurden rund 420’000 Franken aufgewendet – und dies quasi aus «eigenem Sack», musste doch bis dahin das Bankdarlehen noch nicht beansprucht werden. Stattdessen wurden «Sparstrümpfe» geleert. Um nicht «mit Steuergeldern streiten» zu müssen, habe sich der Kirchenrat nicht gegen die Ablehnung der PV-Anlage gewehrt, sagte Franz Dörig zum «Wermutstropfen» beim Pfarrhaus. Aber: Nachdem in Appenzell ähnliche Umbauten mit PV-Anlagen auf schützenswerten Objekten in Planung waren und inzwischen per Rekursentscheid der Standeskommission, die sämtliche Einsprachen ablehnte, bewilligt wurden, sehen die Hasler «Licht am Ende des Tunnels»: Man werde nach der Fertigstellung des Umbaus erneut um eine Bewilligung nachsuchen. Dies forderte auch ein Votant, der mit einem Antrag die Verwirklichung einer PV-Anlage – halt Aufdach statt Indach – verlangte. Franz Dörig sicherte zu, «am Ball» zu bleiben und einen neuen Anlauf zu unternehmen.

Der weitere Verlauf der Kirchhöri ist rasch erzählt. Die Jahresrechnung, die mit einem «Verlust» von 306’000 Franken schloss, weil die bisherigen Umbaukosten aus eigenen Mitteln bezahlt wurden, wurde genehmigt, ebenso das Budget, das für 2022 wieder einen positiven Abschluss vorsieht. Die prognostizierten Steuereinnahmen führten zu eine Frage aus der Versammlung zu Kirchenaustritten: «Wir dürfen mit der relativ geringen Anzahl zufrieden sein», sagte der Kirchenkassier ohne konkrete Zahlen zu nennen, wobei die Austritte in Stein etwas zahlreicher seien. Der Steuerfuss bleibt derselbe: 18 Prozent für die in Haslen wohnhaften Gemeindemitglieder, respektive 0,56 Einheiten für jene in Stein. «Problemlos» verlief auch das Wahlgeschäft, da keine Rücktritte zu verzeichnen waren. Sämtliche bisherigen Amtsträgerinnen und Amtsträger wurden bestätigt.

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