Neue Kirchenrätin gewählt

An der Kirchhöri Appenzell wurde Katrin Sollberger aus Steinegg in den Kirchenrat gewählt. Sie ersetzt Marcel Baumeler, der den abtretenden Kirchenpfleger Markus Rusch ersetzt. An der anschliessenden Schulgemeindeversammlung gab der geplante Abbruch des Haus Stüdlers an der Kaustrasse zu reden.

  • Kirchenratspräsident Erich Fässler (rechts) verdankt den zurücktretenden Kirchenpfleger Markus Rusch. (Bilder: Mirjam Bächtold)

    Kirchenratspräsident Erich Fässler (rechts) verdankt den zurücktretenden Kirchenpfleger Markus Rusch. (Bilder: Mirjam Bächtold)

  • Katrin Sollberger (links, mit Markus Rusch) aus Steinegg wurde neu in den Kirchenrat gewählt.

    Katrin Sollberger (links, mit Markus Rusch) aus Steinegg wurde neu in den Kirchenrat gewählt.

  • Schulratspräsident Daniel Brülisauer gab an der Schulgemeindeversammlung einen Überblick über das vergangene Jahr.

    Schulratspräsident Daniel Brülisauer gab an der Schulgemeindeversammlung einen Überblick über das vergangene Jahr.

Freude aber gleichzeitig auch Erschütterung äusserte der Präsident des Kirchenrats Appenzell Erich Fässler. Freude über die einheitliche Verwaltung der Seelsorgeeinheit Appenzell, die letztes Jahr eingeführt wurde. Erschütterung über die Ergebnisse der Pilotstudie der Universität Zürich über sexuellen Missbrauch im kirchlichen Umfeld und deren Folge von 160 Kirchenaustritten in Appenzell im letzten Jahr. Mit diesen Worten eröffnete Erich Fässler die Kirchhöri in der Aula Gringel am Freitagabend.

Rücktritt von Markus Rusch

Markus Rusch stellte an der Kirchhöri noch ein letztes Mal die Rechnung der Kirchgemeinde vor. Diese schliesst bei ordentlichen Einnahmen von 3’282’528 Franken und ordentlichen Ausgaben von 3’253’320 Franken mit einem Einnahmenüberschuss von 29’208 Franken ab. In den Ausgaben sind ordentliche Abschreibungen von 160’000 Franken enthalten. Die Kirchbürger genehmigten die Rechnung sowie auch das Budget für 2024 einstimmig.

Für den abtretenden Markus Rusch wurde Kirchenrat Marcel Baumeler als neuer Kirchenpfleger gewählt. Für ihn wählte die Kirchbürgerschaft Katrin Sollberger neu in den Kirchenrat. Die 46-Jährige ist Mutter von vier Kindern und wohnt in Steinegg. Sie arbeitet seit 2003 als Handelslehrerin am Berufs- und Weiterbildungszentrum in Altstätten und als Englischlehrerin in der Erwachsenenbildung Innerrhoden. Ansonsten wurden alle Mitglieder des Kirchenrats und der Präsident einstimmig wiedergewählt.

Antrag zum Haus Stüdlers

An der anschliessenden Schulgemeindeversammlung gab Schulratspräsident Daniel Brülisauer einen Überblick über das vergangene Schuljahr. Vor allem die baulichen Massnahmen und Vorhaben waren ein Thema sowie die steigenden Schülerzahlen. Bis im Schuljahr 2029/30 wird mit rund acht Klassen mehr als heute gerechnet. Deshalb besteht bei der Schulgemeinde Appenzell Raumbedarf. Auch die Schulergänzende Betreuung Appenzell (SEBA) wächst stetig und ist auf weitere Räume angewiesen. Deshalb plant die Schulgemeinde Appenzell das Haus Stüdlers an der Kaustrasse 5 abzureisen und dort ein Schul- oder Verwaltungsgebäude erstellen. Die Baubewilligung wurde im Februar erteilt, doch momentan ist noch ein Rekurs der Fachkommission Denkmalpflege hängig. Der Entscheid der Standeskommission muss abgewartet werden.

Am Ende der Versammlung reichte Toni Kölbener noch einen Antrag ein, das Abbruchverfahren des Haus Stüdlers der nächsten Kirchgemeindeversammlung 2025 vorzulegen. Dieser Antrag wurde jedoch mit etwa fünf Gegenstimmen abgelehnt, somit muss lediglich der Entscheid der Standeskommission abgewartet werden.

«Rückschlag finanzierbar»

Schulkassier Lukas Enzler stellte die Rechnung vor, die mit einem Jahresverlust von 433’282 Franken abschliesst. Nach der Verbuchung des Jahresverlustes verbleibt ein Eigenkapital von gesamthaft 14’287’634 Franken. Das Budget 2024 geht aktuell von einem Rückschlag von 390’000 Franken aus. «Ein solcher Rückschlag – sofern er den in dieser Höhe anfallen wird – ist problemlos über die vorhandenen Eigenmittel finanzierbar. Der unveränderte Steuersatz ist im Budget berücksichtigt», sagte Lukas Enzler. Die detaillierte Rechnung kann im Internet heruntergeladen oder bei der Schulverwaltung bestellt werden. Die Rechnung wurde genehmigt, der Steuersatz bei 40 Prozent belassen. Da es im Schulrat keine Demissionen gab, wurden alle Mitglieder einstimmig wiedergewählt.

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