Neu gegründeter Verein setzt auf Coworking in Herisau

Der Verein «Coworking Space Herisauerei» verfolgt das Ziel, in Herisau einen Standort für die zeitgemässe Arbeitsform zu eröffnen und nachhaltig zu betreiben. Damit dieses Vorhaben gelingen kann, müssen nun die langfristige Finanzierung für den Betrieb gesichert und geeignete Räume gefunden werden.

  • Der neu gegründete Verein «Coworking Space Herisauerei» (von links): Olivia Lüthi, Max Nadig, Andrea Mathis, Claudius Habisreutinger, Peter Waldburger, Marco Forrer und Pascal Waldburger. (Bild: Coworking Space Herisauerei)

    Der neu gegründete Verein «Coworking Space Herisauerei» (von links): Olivia Lüthi, Max Nadig, Andrea Mathis, Claudius Habisreutinger, Peter Waldburger, Marco Forrer und Pascal Waldburger. (Bild: Coworking Space Herisauerei)

Der Verein «Coworking Space Herisauerei» will in Herisau das gemeinsame, dezentral-flexible Arbeiten am Wohnort ermöglichen. Wer nicht jeden Tag pendeln möchte und im Homeoffice keine idealen Bedingungen vorfindet, kann sich im Coworking Space einmieten. Hier steht ein professionell ausgestatteter Arbeitsplatz zur Verfügung, eine inspirierende Umgebung und ein Netzwerk für den Austausch von Ideen über den eigenen Tellerrand hinweg, so die Vision des Vereinsvorstands mit Präsidentin Andrea Mathis, Peter Waldburger, Marco Forrer, Pascal Waldburger, Olivia Lüthi, Claudius Habisreutinger und Max Nadig.

Langfristige Finanzierung sichern

Das Potenzial eines Coworking Spaces hat die Gemeinde Herisau im vergangenen Jahr mit Unterstützung der «Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee» geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass ein solches Angebot im Ort funktionieren kann. Seit Herbst 2021 hat sich eine Spurgruppe, bestehend aus interessierten Herisauerinnen und Herisauern, in die Prozessarbeit hineingegeben. Den Tatbeweis für einen lebendigen und nachhaltig funktionierenden Coworking Space will nun der Verein «Coworking Space Herisauerei» erbringen. Damit dies gelingen kann, müssen zunächst die Finanzierung für die Realisierung und den Betrieb gesichert und geeignete Räume gefunden werden. Auch materielle Unterstützung kann wesentlich zum Gelingen der «Herisauerei» beitragen. «Und letztlich steht und fällt das Projekt natürlich mit den Herisauerinnen und Herisauern, die diese neue Arbeitsform rege nutzen werden», sagt Andrea Mathis. Das nächste halbe Jahr werde zeigen, ob Herisau reif für einen Coworking Space sei, führt Mathis aus. Aktuell eruiert der Verein passende Räumlichkeiten in Herisau und sucht finanzielle Unterstützung. Interessentinnen und Interessenten können sich unter www.herisauerei.ch melden.

Coworking-Pilote in Teufen und Trogen

Nebst Herisau wiesen in der letztjährig durchgeführten Potenzialanalyse auch die beiden Ausserrhoder Gemeinden Trogen und Teufen grosses Potenzial für einen nachhaltigen Betrieb von Coworking auf. In Teufen läuft mit der Spurgruppe der Aufbauprozess des Coworking-Pilots. Aktuell wird das Nutzungskonzept für eine konkrete Liegenschaft ausgearbeitet. Trogen ist bereits einen Schritt weiter – dort existiert schon heute ein Pilotbetrieb. Im Pestalozzidorf können acht Arbeitsplätze über die Webseite trogen.work flexibel gebucht werden.

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