Nashornschädel geht ans Naturmuseum

Bei Bauarbeiten an der Strasse zwischen Bühler und Trogen wurde im September letzten Jahres der Schädel eines urzeitlichen Nashorns gefunden.

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Der spektakuläre Fund konnte fachmännisch dokumentiert, geborgen und restauriert werden. Das Ausserrhoder Staatsarchiv hat den fossilen Nashornschädel nun als Dauerleihgabe dem Naturmuseum St.Gallen überreicht. Nach wissenschaftlichen Studien wird der Nashornschädel voraussichtlich ab Oktober 2016 im Naturmuseum St.Gallen ausgestellt.

Dr. Toni Bürgin, Direktor des Naturkundemuseums St.Gallen, zählt den Nashornschädel zu den spektakulärsten fossilen Funden in der Ostschweiz. Das Nashorn lebte vor rund 25 Millionen Jahren. Der Schädel misst rund 62 cm. Bevor der Fund in seiner heutigen Form wiederhergestellt war, mussten unzählige Teile zusammengesetzt und präpariert werden. Dazu waren rund 250 Arbeitsstunden erforderlich. Versteinerungen von grossen Säugetieren aus der subalpinen Molasse sind äusserst selten. Fachleute messen dem Nashornschädel daher eine hohe wissenschaftliche Bedeutung bei.

Solche Funde gehören dem jeweiligen Fundortkanton, in diesem Fall Ausserrhoden. Dank der Zusammenarbeit zwischen dem Finder und Hobbypaläontologen Dölf Biasotto, dem paläontologischen Präparator Urs Oberli und dem Staatsarchiv konnte der Fund fachmännisch dokumentiert, geborgen und präpariert werden.

Der Nashornschädel wird voraussichtlich ab Oktober 2016 als Dauerleihgabe des Kantons Appenzell Ausserrhoden im neuen Naturmuseum St.Gallen präsentiert. Zuvor wird der spektakuläre Fund durch PD Dr. Damien Becker vom JURASSICA Museum in Porrentruy wissenschaftlich untersucht.

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