Nach 31 Minuten und 28 Sekunden explodierte der Böögg-Kopf – am Boden

Das Wetter bleibt im Sommer 2024 schlecht, so es sich nach der Dauer richtet, bis der finale Böller im Kopf der Strohpuppe aus Zürich explodierte.

Nachdem der Zürcher Böögg am Sächsilüüte-Montag vom 12. April im Anschluss an den Zug der Zünfte zum Feuer wegen starken Windes nicht wie geplant abgefackelt werden konnte, lud Landammann Yves Noël Balmer als Vertreter des Gastkantons nach Ausserrhoden.

Doch auch in Heiden machte das Wetter nicht mit. Grad so, als ob die Zürcher die Regenfront mitgebracht hätten, schüttete es ab Nachmittagshälfte «wie aus allen Kübeln». Zwar wurde der Funken pünktlich um 18 Uhr durch Landammann Balmer, die Zürcher Regierungspräsidentin Nathalie Rickli sowie Felix H. Boller, den amtierenden Präsidenten des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs (ZZZ) entzündet. Bis der finale «Chlapf» des Sprengsatzes im Kopf des Bööggs, erfolgte, dauerte es aber 31 Minuten und 28 Sekunden. Zuvor stürzte dieser aber vom Gerüst und explodierte am Boden.

Angerichtet war in Heiden für ein grosses Fest. Der Regierungsrat bewilligte dafür aus dem Lotteriefonds 145′ ‚000 Franken. Dutzende von Festtisch-Garnituren und wetterbedingt ein viel zu kleines Zelt waren gestellt. Trotzdem freute sich OK-Präsident Max Frischknecht darüber, dass rund 3000 bis 4000 Personen den Weg auf die Streulewiese und die Seeallee fanden. Er hofft, dass sie alle – und auch daheimgebliebene Zürcher – wiederholt, jedoch bei schönem Wetter, an den Ort der Kremation des Bööggs 2024 pilgern werden.

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