Mit Stobete junge Musizierende fördern

Der Fassdaubenclub Lachen-Walzenhausen und der Jodlerklub «Echo vom Kurzenberg» führen jährlich eine Stobete durch, die im Speziellen jungen Musikantinnen und Musikanten eine Plattform bieten soll.

  • Das Quartett Namenlos waren drei Musizierende aus Oberegg und eine aus Altstätten. (Bilder: Isabelle Kürsteiner)

    Das Quartett Namenlos waren drei Musizierende aus Oberegg und eine aus Altstätten. (Bilder: Isabelle Kürsteiner)

  • Die Mitorganisatoren, der Jodlerklub «Echo vom Kurzenberg».

    Die Mitorganisatoren, der Jodlerklub «Echo vom Kurzenberg».

  • Johannes Inauen und Nachbarn aus Haslen spielten zum Tanz auf.

    Johannes Inauen und Nachbarn aus Haslen spielten zum Tanz auf.

  • Das «Echo vom Spielberg» war auch an der Stobete in Walzenhausen vertreten.

    Das «Echo vom Spielberg» war auch an der Stobete in Walzenhausen vertreten.

Rund 300 Plätze in der MZA Walzenhausen waren besetzt, sehr zur Freude von Stefan Züst, Präsident des Fassdaubenclubs Lachen-Walzenhausen. «Wir geniessen das gemütliche Beisammensein. Die Stobete hat das grosse Ziel, jungen Musikantinnen und Musikanten eine Plattform zu geben.» Und das gelang perfekt. Ob Elena Züst, Walzenhausen, auf dem Hackbrett, das Duo «Jung und Alt», Walzenhausen, oder das Quartett «Namenlos» am Schwyzerörgeli und am Bass, sie alle begeisterten das Publikum. Ihre Auftritte wurden mit viel Applaus verdankt.

Publikum motivierte Talente

Die Besuchenden unterstützten die jungen Musikbegeisterten mit Zwischenapplaus, Mitsingen und Schunkeln. Das Quartett «Namenlos» spielte zum Beispiel querbeet aus älterem und modernem Schwyzerörgeli-Repertoire, wie ihre Lehrerin Cecile Aregger, Oberegg, Auskunft gab. Aregger ist auch Leiterin des Jodlerklubs «Echo vom Kurzenberg».

Die Talente selber fanden es spannend, dass sie an einer Stobete spielen aber auch zusammen essen konnten. Ausserdem sei es schön, dass verschiedene Gruppen auftreten würden. Bei «Jung und Alt» handelte es sich um ein Schwyzerörgeli-Duo mit dem jungen Adrian Züst und seinem Nachbarn Christian Künzler. Bei voller Konzentration liefen sie mit ihren vier Stücken zu Hochform auf. Arians Schwester Elena spielt seit einem Jahr Hackbrett. Ihre Lehrerin ist Hanna Keller. Nach ihrem Auftritt stellte sie fest: «Mir gfallts gut. Es hät gueti Musig!»

«Löffele» im Publikum

Stefan Züst blickte zurück: «Nachdem wir die Stobete vom Fassdaubeenclub aus organisiert hatten, fragte uns der Jodlerklub «Echo vom Kurzenberg» an, ob sie ebenfalls mitmachen könnten. Nun wird die Stobete schon einige Male gemeinsam angeboten. Für die Verpflegung war Sandrine Walser aus Oberegg – ihres Zeichens frühere Schweizer Meisterin in ihrer Profession – zuständig. Für die Moderation zeigte sich Max Fürer, Oberegg, verantwortlich.

Neben den jungen Talenten traten auch ausgewiesene Musikantinnen und Musikanten auf. So das «Echo vor dä Schitterbiig», Heiden, das «Echo vom Spielberg», Oberegg, das Duett Max und Marianne Nef, Oberegg, oder Johannes Inauen mit Nachbarn aus Haslen. Letztere spielten auch zum Tanz auf. Immer wieder wurde nicht nur das Tanzbein geschwungen, sondern auch mitgesungen. Dann und wann wurde im Publikum auch «glöfflet».

Zwei aktive Gastgebende

Während der Fassdaubenclub eher im Hintergrund und in der Küche zum Einsatz kam, servierte der Jodlerklub und war für das Kuchenbuffet zuständig. Dazwischen gab es natürlich Auftritte. Max Fürer bat um Applaus und meinte: «Mit Applaus stönd au die Letschte mit em rote Gwändli uf.» Das gutgelaunte Publikum kam dem sofort nach und schon standen die Jodlerinnen und Jodler auf der Bühne und unterhielten die grosse Zuhörerschaft aufs Beste. Stefan Züst war entsprechend begeistert nach dem ersten Auftritt aller Beteiligten. Im nächsten Jahr wird es aller Wahrscheinlichkeit nach wieder eine Stobete geben.

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