Mit Kindern sprechen lernen

Die Fähigkeit sich sprachlich auszudrücken, festigt jede Art von Beziehung und unterstützt die frühe Entwicklung unserer Kinder– doch was, wenn der Erwerb der Sprache, welche die Umgebung spricht, mühevoll ist oder gar nicht gelingt? Wie kann die Sprachentwicklung von Kleinkindern gefördert werden?

  • Anna-Lena Fässler und Petra Gmünder klärten über die Wichtigkeit der Sprache auf. (Bild: zVg)

    Anna-Lena Fässler und Petra Gmünder klärten über die Wichtigkeit der Sprache auf. (Bild: zVg)

An drei Abenden im März kreisten die Gespräche im Raum ­«kunterbunt» in Appenzell um diese Fragen. Petra Gmünder und Anna-Lena Fässler gingen in ihren Vorträgen auf die Sprachentwicklung bei Kleinkindern, Mythen und Tatsachen rund um die Mehrsprachigkeit und Strategien der Sprachförderung ein.

Sich gut in der Umgebungssprache ausdrücken zu können, ist nicht nur wichtig für andere Entwicklungsbereiche wie das Spielverhalten, sondern gleicht auch Bildungsbenachteiligungen aus.

Das sind nur zwei der Gründe, weshalb sich ein genauerer Blick auf die Sprachentwicklung bei Kleinkindern und die Möglichkeiten von Sprachförderung lohnt.

Mit wenigen Mitteln Grosses leisten

Werden Sprachförderstrategien im Alltag früh und bewusst eingesetzt, kann gerade in der Sprachentwicklung mit wenigen Mitteln Grosses in die Wege geleitet werden. Der alltagsintegrierte Ansatz der Sprachförderung, welcher von den Referentinnen vorgestellt wurde, beschreibt solche Mittel.

Ein echter Austausch wird möglich, indem man sich Zeit nimmt dem Kind eben diese zu geben und auch mal bewusst Strategien anwendet, um ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben. Über den funktionierenden Dialog erfährt das junge Gegenüber so, dass es ein wirkungsvoller Teil der Umwelt sein kann.

Lebendiger Austausch bringt Freude

Oft entsteht so ein lebendiger Austausch, der Klein und Gross Freude macht. Das alles und mehr beschreibt der alltagsintegrierte Ansatz der Sprachförderung. Der Funke sprang über: Die Zuhörerinnen erzählten sich beim Apéro von lustigen, staunenswerten Gesprächen mit Dreijährigen und bemerkten, dass sie rein intuitiv bereits einige Aspekte der Strategien umsetzen.

9
6

Weitere Artikel

  • Nicolas Obrist (links) Ueli Frigg (rechts) Badi Heiden. (Bild: zVg)

Schreibe einen Kommentar