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Mit Genossenschaften Wohnungsbau fördern

Appenzell Ausserrhoden soll bevölkerungsmässig wachsen, das ist das Ziel des Regierungsprogramms 2012-2015 des Regierungsrats.

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Eine von über 100 Interessierten besuchte Informationsveranstaltung am frühen Montagabend im Zeughaus in Teufen zeigte, dass die Gründung von Wohnbaugenossenschaften eine gute Möglichkeit wäre, den Bau von bezahlbaren und zeitgemässen Wohnungen im Kanton zu fördern.

Regierungsrat Jakob Brunnschweiler umriss zu Beginn kurz die Ziele des Regierungsprogramms, welches eine mittelfristige Zunahme der Bevölkerung von Appenzell Ausserrhoden von heute rund 53 600 auf 55 000 Personen anstrebt. Dazu sollen das Wohnungsangebot verbessert, der Lebensraum erhalten und mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.

In seinem Impulsreferat zeigte der Gesamtprojektleiter des Regierungsprogramms 2012-2015, Hansruedi Laich auf, dass Wohnbaugenossenschaften eine Möglichkeit sein können, den Wohnungsbau in Ausserrhoden voran zu bringen. Traditionell sei der gemeinnützige Wohnungsbau im Kanton wenig verbreitet. Baulandparzellen oder sanierungsbedürftige Altliegenschaften seien zwar vorhanden, oft fehlten aber die Investoren. Diese konzentrierten sich auf die Agglomerationsgemeinden rund um die Stadt St.Gallen. In dieser Situation müssten sich lokale Interessenten (Gewerbe, öffentliche Hand, usw.) im Sinne einer Selbsthilfe zusammenschliessen, ist Hansruedi Laich überzeugt. Wohnbaugenossenschaften könnten als langfristige Investoren auftreten, die Gemeinden sollten unterstützend wirken und allenfalls Land im Baurecht zur Verfügung stellen. Nachdem der Referent die Voraussetzungen für die Gründung einer Genossenschaft und die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung erläutert hatte, erwähnte er als Vorteile die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, keine Spekulation und dank «Kostenmiete» bezahlbare Mietzinse.

In der anschliessenden Expertenrunde unter Leitung von Dölf Biasotto, Projektleiter Bauen und Wohnen, diskutierten Pedro Ferreirinha, Präsident Wohnbaugenossenschaft Palais Bleu in Trogen; Daniela Weber Conrad, Wolfhalden, Geschäftsführerin mehrerer Wohnbaugenossenschaften; Fredi Züst, Präsident der Herisauer Wohnbaugenossenschaft Hemetli, und Hansruedi Laich über das Thema. In den verschiedenen Voten kam zum Ausdruck, dass Wohnbaugenossenschaften eine interessante Möglichkeit sein könnten, in Appenzell Ausserrhoden zeitgemässe und bezahlbare Wohnungen für den Mittelstand zu realisieren. Aber auch beim gemeinnützigen Wohnungsbau müsse das Baugebiet attraktiv und verkehrsmässig gut erschlossen sein. Hansruedi Laich forderte dazu auf, den Bau von Wohnraum gemeinsam anzupacken und statt nur Projektstudien zu wälzen zusammen etwas Handfestes zu «machen».

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