Mit Enduro-Maschinen über Stock und Stein

Waghalsige Akrobatik mit knatternden Motoren: Vor grossem Publikum ging am Samstag das 2. Endurocross Reute über die Bühne.

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Wer sich im Endurocross einen Namen machen will, braucht Mut und Können gleichermassen. Die Fahrer bewegen sich über einen Hindernisparcours und versuchen dabei, ihre Konkurrenten ins Feld zu schlagen. Im KO-System kristallisieren sich jeweils die besten Vier für den nächsten Durchgang heraus. Keine der Schikanen ist harmlos zu nennen. Ein künstlicher Fels, ein Steinhaufen aus grossen Blöcken, wird zum Stein des Anstosses. Baumstämme sind zu überqueren, zwei ausgemusterte Subarus stehen mitten im Parcours; als Steighilfe zur flotten Überfahrt dient einzig ein Armierungsgitter. Und dazu gesellt sich ein Wechselbad aus Wassergraben und Geröllbett – wahrlich kein Spaziergang. Hunderte von Zuschauern feuern die Fahrer aus der Schweiz, aus Österreich und Deutschland an. Da und dort brandet Gelächter auf, wenn sich einer in eine gar ausweglose Situation manövriert hat. Vollgas ist selten das passende Rezept. Endurocross ist eine Mischung aus Gleichgewicht, Gefühl für die Maschine und Wagemut. Und manchmal hilft nur noch schiere Körperkraft. Das ist Männersache.

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