Mit Bike-Projekt Zukunft des Skilifts sichern

Der schneearme Winter 2022/23 blieb für den Urnäscher Dorfskilift nicht ohne Auswirkungen. Die Skiliftbügel standen den ganzen Winter still. Damit die Anlagen auf längere Sicht erhalten bleiben, verfolgt Verwaltungsrat das Projekt «Biken am Dorfskilift» weiter und arbeitet an einer Machbarkeitsstudie.

  • Bereits vor wenigen Tagen wurde am Skilift Urnäsch die Wintersaison 2023/24 eröffnet. (Bild: zVg)

    Bereits vor wenigen Tagen wurde am Skilift Urnäsch die Wintersaison 2023/24 eröffnet. (Bild: zVg)

Zur 76. Generalversammlung konnte Skilift-Verwaltungsratspräsident Reto Rohner im Skihaus Osteregg 37 Aktionärinnen und Aktionäre begrüssen. Die statutarischen Traktanden gaben zu keinen Wortmeldungen Anlass und wurden genehmigt. Im Zuge der Aufstockung des Verwaltungsrats wurde Yves Hungerbühler neu ins Gremium gewählt. Er steht dem Skilift seit mehreren Jahren als Pistenfahrzeugfahrer zur Verfügung.

Mit Bike-Trail in die Zukunft?

Weil der Verwaltungsrat überzeugt ist, dass der Dorfskilift längerfristig nur mit einer Alternative zum Winterbetrieb eine Zukunft hat, hat er sich vertieft mit dem Bike-Projekt befasst. Vor Jahresfrist hatten Versuche gezeigt, dass ein Bike-Transport auf der Urnäscher Skiliftanlage realisierbar ist.

Vom Kanton hat der Skilift im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) für eine Machbarkeitsstudie 60’000 Franken zugesprochen bekommen. Damit die Studie realisiert wird, muss der Skilift Urnäsch ebenfalls 60’000 Franken daran leisten. Für Skilift-Präsident Reto Rohner zeigt die Unterstützung durch den Kanton, dass dieser ein grosses Interesse an der Realisierung des Bike-Projekts in Urnäsch hat.

Bike-Spielplatz und Bike-Trails

Ueli Schmid, Mitglied des Skilift-Verwaltungsrats, stellte das Bike-Projekt näher vor. Dieses umfasst einen Bike-Spielplatz für Kinder bei der Talstation und Bike-Trails von der Osteregg hinab ins Tal. Die Kosten für die Realisierung werden auf rund 850’000 Franken geschätzt. Den jährlichen Betriebskosten von rund 130’000 Franken steht ein erwarteter Umsatz in gleicher Höhe gegenüber.

Die geplante Machbarkeitsstudie soll nun aufzeigen, wie die Organisation in Bezug auf das Bike-Projekt aussehen könnte. Von der Studie werden auch Aussagen zum Betriebskonzept, zur Infrastruktur und zum regionalen Nutzen erwartet. Abgeklärt wird zudem die Bewilligungsfähigkeit des Projekts. Nach dem Vorliegen der Studie soll nächstes Jahr die Detailplanung erfolgen. Ziel wäre es, so Ueli Schmid optimistisch, das Baugesuch im Laufe des nächsten Jahres beim Kanton einreichen zu können.

Aus dem Geschäftsbericht

Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, dass der Skilift trotz null Betriebstagen mit einem «blauen Auge» davongekommen ist. Es resultierte ein Verlust von 1470 Franken. Der Verlust blieb Dank den über 100 Bügelpatinnen und -paten und Sponsoren im Rahmen. Im letzten Geschäftsjahr musste sich der Verwaltungsrat auch mit dem Skiliftbeizli im Barwagen bei der Talstation beschäftigen, wurde doch gegen das Baugesuch Einsprache erhoben. Verschiedene Instanzen befassten sich über Monate mit der Angelegenheit.

Wenige Tage vor der Generalversammlung wurde die Einsprache durch die Gemeinde abgewiesen. Bis zum «grünen Licht» für den Betrieb des Skiliftbeizli an der Talstation muss noch die 20-tägige Rekursfrist abgewartet werden.

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