Mehrkosten bei Stallbau sind zumutbar

Um die Kosten für den Neubau seines Stalles zu optimieren, beschloss ein Landwirt, den Nullpunkt für den Stall um 50cm anzuheben. Die Baubewilligungsbehörde lehnte das Bauvorhaben ab, weil es zu wenig in die Landschaft integriert sei.

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Ein Landwirt möchte einen neuen Stall bauen. Er ging so vor, dass er zunächst den Platzbedarf für sein Vieh erhob und danach gemäss dem Handbuch für den Modellstall das Bauvorhaben entwickelte. Aufgrund der topographischen Verhältnisse auf dem Land des fraglichen Landwirts kommt für den Stall nur ein enger örtlicher Bereich in Frage. Dieser ist allerdings relativ exponiert. Um die Kosten für den Stall zu optimieren, beschloss der Landwirt im Verlaufe des Verfahrens, den Nullpunkt für den Stall um 50cm anzuheben.
Die Baubewilligungsbehörde lehnte das Bauvorhaben ab, weil es zu wenig in die Landschaft integriert sei. Gegen diesen Entscheid erhob der Landwirt Rekurs bei der Standeskommission, der nun aber abgewiesen wurde. Anlässlich eines Augenscheins stellte die Standeskommission fest, dass auf dem Land des Rekurrenten ein besserer Ort für den Stall nicht zu finden ist. Gespräche über einen Landabtausch mit einem Nachbarn führten zu keiner Lösung. Das Volumen für den Stall erachtet die Standeskommission für ein vernünftiges Wirtschaften als nötig. Indessen befand die Standeskommission, dass der Nullpunkt für den Stall wieder auf den ursprünglichen Planungswert gesenkt werden sollte, auch wenn dadurch gewisse Mehrkosten entstehen. Beim Bauen an heiklen Lagen sollten alle zumutbaren Massnahmen ergriffen werden, damit eine möglichst gute Einbettung in die Landschaft erzielt werden kann.

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