Mehrfamilienhaus kann nicht gebaut werden

Da die Einsprache vom Bezirksrat abgelehnt wurde, reichten die Einsprecher Rekurs ein. Die Standeskommissin hiess den Rekurs gut.

  • Kein Bild vorhanden.

    Kein Bild vorhanden.

Im Bezirk Oberegg ist ein Mehrfamilienhaus geplant. Gegen das Objekt wurde Einsprache eingereicht. Der Baugesuchsteller änderte das Projekt ab, worauf sich die Einsprecher erneut wehrten. Sie erklärten, dass das Bauvorhaben mit dem Ortsbild nicht vereinbar sei.
Da die Einsprache vom Bezirksrat abgelehnt wurde, reichten die Einsprecher Rekurs ein. Das Projekt weise mehr Vollgeschosse auf, als dies in der betreffenden Zone erlaubt sei. Zudem würden die Grenzabstände nicht eingehalten. Schliesslich passe das Objekt auch immer noch nicht ins Ortsbild.
Das Bauprojekt soll in einer Zone realisiert werden, wo zwei Vollgeschosse erlaubt sind. Strittig war im Rekurs, ob das Untergeschoss der Baute als Vollgeschoss zählt. Unterschiedlicher Ansicht war man sich insbesondere beim Messpunkt. Gemäss der Bauherrschaft sollte ab dem bestehenden Terrain gemessen werden. Gemäss Gegenauffassung ist das gewachsene Terrain massgeblich, also das heutige Terrain abzüglich einer vor einigen Jahren vorgenommenen Aufschüttung. Gemäss klarer Regelung in der Baugesetzgebung ist die Höhe ab dem gewachsenen Terrain zu bestimmen. Dies führt im zu beurteilenden Fall dazu, dass der Grenzwert, unter dem ein Untergeschoss gerade noch nicht als Vollgeschoss gilt, überschritten wird. Das Untergeschoss ist deshalb als Vollgeschoss zu zählen. Weil die Baute damit dreigeschossig ist, kann sie in der fraglichen Zone nicht errichtet werden.

Weitere Artikel