Mehr Steuereinnahmen führen zu besserem Abschluss

Die Erfolgsrechnung der Gemeinde Wolfhalden schliesst bei einem Gesamtertrag von 10 662’541.44 Franken und einem Gesamtaufwand von 9’364’680.41 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 1’297’861.03 Franken ab. Gegenüber dem Voranschlag 2021 beträgt der Besserabschluss 2’151’561.03 Franken. Im Voranschlag 2021 war ein Aufwandüberschuss von 853’700 Franken budgetiert.

  • (Symbolbild: Bigstock)

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Der unvorhersehbare Besserabschluss ist schwergewichtig darauf zurückzuführen, dass diverse Posten Mehrerträge respektive Minderaufwände aufweisen. In der Verwaltung haben personelle Wechsel zwar zu erhöhten Lohnkosten, zeitgleich aber auch zu tieferen Ausgaben für externe Berater geführt. Seitens Schule hat der Wechsel der Informatik im Rechnungsjahr 2021 zu grösseren internen Verschiebungen im Nutzungsaufwand geführt, welche im Voranschlag noch nicht im Detail absehbar waren.

Der Unterhaltsaufwand der Liegenschaften fiel tiefer aus, dafür gab es aber bei der internen Verrechnung der Hauswartung grössere Abweichungen im Vergleich zum Voranschlag. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Organisation der Hauswartdienste im Umbruch befindet.

Im Bereich Soziales sind ebenfalls grössere Abweichungen zu verzeichnen. Aufgrund der nur schwer vorhersehbaren Entwicklungen im Bereich Pflegefinanzierung, ambulante Krankenpflege, der Alimentenbevorschussung wie auch in der übrigen Fürsorge wird im Voranschlag jeweils auf der Basis der Vorjahre eine Prognose erstellt.

Das seit 1. Januar 2021 in Kraft gesetzte kommunale Strassenreglement inklusive Strassenverzeichnis zeigt erstmals seine Auswirkungen auf den Anteil an den Strassenverkehrssteuern. Hier wird ein Rückgang von rund 26 Prozent verzeichnet.

Im Bereich Wasserversorgung führen planmässige Abschreibungen und höhere Einnahmen bei den Anschlussgebühren zu grösseren Abweichungen. Bei der Abwasserbeseitigung sind Folgearbeiten beim Generellen Entwässerungsplan (GEP) sowie Zustandsbeurteilungen mit geringerem Aufwand ausgefallen als budgetiert. Wie auch in der Wasserversorgung konnten Mehreinnahmen bei den Anschlussgebühren ausgewiesen werden. Aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Ortsplanungsrevision konnten noch keine Abschreibungen getätigt werden.

Der grösste Einflussfaktor auf den Besserabschluss haben einmal mehr die Steuereinnahmen. Der Steuerertrag bei den natürlichen und juristischen Personen wie auch bei den Sondersteuern fiel jeweils um rund 840’000 Franken höher aus als budgetiert.

Die Jahresrechnung 2021 weist wie bereits in den Vorjahren grössere Abweichungen bei diversen Posten auf. Der Gemeinderat ist stets bemüht, den Einwohnerinnen und Einwohnern eine möglichst genaue und korrekte Budgetierung zu unterbreiten. Die in letzter Zeit gehäuften, unerwarteten Entwicklungen wie die Corona-Pandemie oder aktuell der Ukrainekrieg haben vermehrt auch direkten Einfluss auf die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde.

Die Jahresrechnung respektive die amtliche Bekanntmachung über deren Beschluss unterliegt nach Art. 9 lit. e der Gemeindeordnung dem fakultativen Referendum. Die Frist für das fakultative Referendum läuft vom 5. Mai bis 6. Juni. Wenn mindestens 30 Stimmberechtigte innert dieser Frist dies verlangen, ist das Geschäft der Volksabstimmung zu unterbreiten. Die Veröffentlichung der ausführlichen Jahresrechnung erfolgt anfangs Mai auf der Webseite der Gemeinde. Auf die Durchführung einer öffentlichen Informationsveranstaltung zur Jahresrechnung wird wie in den vergangenen Jahren verzichtet.

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