Männerchor Alpstee Brülisau zeigte eine breite Palette

Die Andreaskirche in Gossau war am Samstagabend ebenso gut gefüllt, wie die Kirche St. Sebastian in Brülisau am Sonntag. Die Sänger zeigten eine wahrhaft meisterliche Leistung unter der bewährten Leitung von Andrea Richle. Die Stegräfgruppe der Musikgesellschaft Brülisau umrahmte das Konzert mit ihren instrumentalen Klängen.

  • Der Männerchor Alpstee konzertierte zusammen mit der Stegreifgruppe MG Brülisau in Gossau und in Brülisau. (Bilder: Eveline Schiegg)

    Der Männerchor Alpstee konzertierte zusammen mit der Stegreifgruppe MG Brülisau in Gossau und in Brülisau. (Bilder: Eveline Schiegg)

  • Ein facettenreiches Programm, welches vom Publikum mit stehenden Ovation belohnt wurde.

    Ein facettenreiches Programm, welches vom Publikum mit stehenden Ovation belohnt wurde.

Das diesjährige Jahreskonzert erfreute für einmal nicht nur Zuhörerinnen und Zuhörer in Brülisau. Am Samstagabend nämlich, durfte der Chor vor erfreulich vielen Gästen in Gossau ihr Programm zum Besten geben. Eigens für diese Konzerte konnte die Stegreifgruppe der MG Brülisau gewonnen werden, welche dem Anlass eine zusätzliche gewisse Note verlieh. Mit Charme und einer gesunden Portion Schalk führte Emil Koller durchs Programm, wobei er es nicht unterliess vor allem den St. Galler Gästen die jeweiligen Spitznahmen ins Hochdeutsch zu übersetzen.

Mammutprogramm mit Bravour gemeistert

Der Männerchor Alpstee Brülisau ist nicht nur für sein breites Repertoire bekannt, sondern auch für die nahezu perfekt Ausführung der einzelnen Lieder. Wenn 17 Lieder allesamt auswendig gesungen werden, bedarf dies grosses Lob und Anerkennung. Dirigentin Andrea Richle, verstand es ein weiteres Mal «ihre Männer» zur Höchstleistung anzuspornen. Bereits beim Einzug, welche durch die Stegreifgruppe begleitet wurde, entstand eine besondere Atmosphäre. Die Reise durch die Jahreszeiten war ebenso gefühlvoll, wie eindrücklich. Wer die Augen für einen Moment schliess, spürte förmlich die heisse Sommersonne, den Hauch eines Herbstwindes, die klirrende Kälte im Winter oder aber das Tauen des Schnees im Frühling. Das Intro zur jeweiligen Jahreszeit lieferten Lukas Neff mit der Handorgel, sowie Manuel Inauen und Ruedi Enzler.

Standing Ovations noch vor Ende

Die Stücke aus der Feder von Dölf Mettler, dem langjährigen Dirigenten des Männerchors, bescherten Gänsehauteffekt. Eine besondere Stimmung verlieh «Requiem» dem Ganzen. Ein lateinisches Lied, welches vor allem in einer Kirche Kraft und zugleich Ruhe ausstrahlt. Mit viel Herzblut trugen die Solisten die Ruggusseli und Jodellieder vor. Ebenso begeisterte die Bläsergruppe mit ihren Einlagen, sorgten für Abwechslung im Programm und ernteten ebenso grossen Applaus wie die Sänger. Vor dem Höhepunkt des Konzertes, ergriff ein letztes Mal Emil Koller das Wort: «Egal wie sehr ihr klatscht, weder die Sänger noch die Stegreifler werden eine Zugabe geben.» – «Wenn ihr also nochmals einen Applaus geben mögt, dann tut es jetzt, denn das letzte Stück, wird sogleich der Ausmarsch sein», so Koller weiter. Dies liessen sich die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht zweimal sagen. Während des anhaltenden Beifalls erhob sich Jedermann und Jedefrau von ihrem Platz, bekundeten so ihre Anerkennung für das Geleistete. «Ode an Gott», des Männerchors Landsgemeindelied, war dann der krönende Abschluss. Gemeinsam mit der Stegreifgruppe vorgetragen, stellten die Sänger ihr Können nochmals unter Beweis. Beim Auszug unter Begleitung erhob sich die Menschenmenge erneut von ihren Plätzen, eine Geste der Anerkennung für alle Beteiligten.

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