Lehrerberuf zunehmend herausfordernder

Am Mittwochnachmittag tagten die Lehrerinnen und Lehrer der Appenzeller Volksschule im Gymnasium St. Antonius. Aus dem Jahresbericht der Präsidentin der Innerrhoder Lehrkräfte war herauszuhören, dass der Lehrerberuf zunehmend herausfordernder wird. Entsprechend will man vom Erziehungsdepartement darauf reagieren.

  • Präsidentin des Appenzeller Lehrerverbandes Yvonne Blattner verglich die Projekte im Schulalltag mit Baustellen. (Bild: Mirjam Bächtold)

    Präsidentin des Appenzeller Lehrerverbandes Yvonne Blattner verglich die Projekte im Schulalltag mit Baustellen. (Bild: Mirjam Bächtold)

  • Einige der Geehrten posierten nach der Konferenz für ein Foto. (Bild: zVg)

    Einige der Geehrten posierten nach der Konferenz für ein Foto. (Bild: zVg)

Mit einer Baustelle verglich Yvonne Blattner in ihrem Bericht über das vergangene Schuljahr die Volksschule im Kanton Appenzell Innerrhoden. Mit einer Sandkastenbaustelle zwar, aber die Metapher war durchaus passend. An der Jahreskonferenz der Lehrpersonen des Kantons sprach die Präsidentin des Appenzeller Berufsverbands am Mittwoch über die Herausforderungen, aber auch über die Meilensteine im vergangenen Jahr.

Eine grössere Baustelle sei Anfang 2023 mit der Umfrage zur Schulsozialarbeit eröffnet worden. Es ging darum, zu eruieren, ob die aktuellen Stellenprozente der Schulsozialarbeiterin, die momentan vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse in Appenzell eingesetzt wird, ausreichen. «Es besteht in allen Schulgemeinden ein immer grösseres Bedürfnis an einer niederschwelligen, flexiblen Unterstützung durch die Schulsozialarbeit. Diese ‘Baumaterialien’ stehen den Landschulgemeinden bisher nicht zur Verfügung», sagte Blattner. Doch die Arbeiten liessen sich besser verrichten, wenn alle den gleichen Zugang zu Materialien und Arbeitsgeräten hätten, führte sie die Metapher weiter.
Doch auch einen Meilenstein konnte sie verkünden: «Einen Tunneldurchstich erreichten wir an den vergangenen Lohnverhandlungen. Mit 2,6 Prozent Lohnerhöhung konnten wir dort ein wenig vom Horizont erblicken.»

An der Jahresversammlung wurden die Rechnung, die mit einem Überschuss von 3878.26 Franken schloss, sowie das Budget für das neue Schuljahr genehmigt. Alle Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt und eine langjährige Lücke konnte endlich geschlossen werden: Mit Roger Bischof-Ackermann ist nun auch der Bezirk Oberegg wieder im Vorstand vertreten.

Schliesslich gab der Erziehungsdirektor und regierende Landammann Roland Inauen einen Einblick in die Arbeit des ED. Auch er sprach die zu Beginn genannte «Baustelle» der Schulsozialarbeit an. «Die Herausforderungen sind in den vergangenen Jahren massiv gewachsen. Deshalb müssen wir reagieren», sagte Roland Inauen. Es seien zusätzliche Stellenprozente bei der Schulsozialarbeit geplant.
Schliesslich kam er zu den Ehrungen der langjährigen Mitarbeitenden von zehn bis 35 Jahren.

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