Kreuzungsstelle Eggli geht bald in Betrieb

Am 23. September wird die neue Kreuzungsstelle Eggli auf dem Streckenabschnitt zwischen Bühler und Gais der Appenzeller Bahnen in Betrieb genommen. Seit April laufen die Bauarbeiten. Die Kreuzungsstelle dient der Fahrplanstabilität. Bahnübergänge wurden optimiert und mit Schrankenanlagen gesichert.

  • Luftaufnahme der Bauarbeiten bei der neuen Kreuzungsstelle Eggli: Am kommenden Wochenende geht sie in Betrieb. (Bild: pd)

    Luftaufnahme der Bauarbeiten bei der neuen Kreuzungsstelle Eggli: Am kommenden Wochenende geht sie in Betrieb. (Bild: pd)

Das Bauprojekt Kreuzungsstelle Eggli wurde im April gestartet und findet im Oktober seinen Abschluss. In der Nacht vom 22. auf den 23. September wird das elektronische Stellwerk und damit die gesamte Kreuzungsstelle mit all ihren Funktionen für den Betrieb freigegeben, wie die Appenzeller Bahnen in einer Mitteilung schreiben. Es verkehren Bahnersatzbusse ab 20 Uhr zwischen Gais und Teufen.
Mit der zusätzlichen Kreuzungsstelle können die Appenzeller Bahnen Verspätungen deutlich schneller abbauen. Dies wirkt sich wiederum auf die gesamte Fahrplanstabilität in beide Fahrtrichtungen auf der Linie Trogen-St. Gallen-Appenzell aus.

Optimierte Bahnübergänge

Bei der neuen Kreuzungsstelle kommen modernste Technologien zum Einsatz. Ein neues, elektronisches Stellwerk und ein modernes Zugsicherungssystem garantieren ein automatisches und sicheres Kreuzen der Züge. Für eine sichere Gleisquerung wurden die bestehenden Bahnübergänge «Untere Blatten 496» und «Mühlpass 497» aufgehoben. Die Zufahrt zu den bestehenden Liegenschaften führt neu über eine Erschliessungsstrasse und den Bahnübergang «Mühlpass 520», welcher mit einer Schrankenanlage ergänzt wurde. Der bestehende Geh- und Radweg wurde zur erhöhten Sicherheit mit einer neuen Abbiegespur auf der Kantonsstrasse zwischen Bühler und Gais beim Bahnübergang Mühlpass ergänzt und Richtung Süden verschoben, wie es weiter heisst. Im Bereich des Wildtierkorridors können Wildtiere an ausgewählten Stellen und durch Öffnungen bei den Zäunen die Gleise besser queren. Gezielte Bepflanzungen dienen als Schutz und Zufluchtsort für die Wildtiere.

Umfangreiche Bauarbeiten

Während der fünfwöchigen Totalsperrung im Sommer fanden die Arbeiten am Gleisoberbau und Gleisunterbau statt und die Sicherungs- sowie die Fahrleitungsanlagen wurden erneuert. Die Nebenarbeiten konnten unter laufendem Bahnbetrieb ausgeführt werden. Das Tiefbauamt des Kantons Appenzell Ausserrhoden löste im Zusammenhang mit dem Bau der Kreuzungsstelle Eggli die Hochwasserproblematik des kleinen Seitengewässers im Bereich Mühlpass. Der Bach hat infolge einer zu geringen Abflusskapazität schon mehrfach zu Überschwemmungen geführt. Dieses Defizit wurde durch eine Bachöffnung mit ökologischer Aufwertung und durch den Ausbau des Durchlasses unter der Gleisanlage behoben.

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