Keine Egoisten züchten – Helfen hilft!

Rund 120 geladene Gäste aus Politik und Sportszene nahmen im Lindensaal Teufen am 4. Sportforum Appenzellerland teil. Im Zentrum stand ein Referat von Max Stierlin.

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Der frühere Dozent für Sport- und Gesellschaftsentwicklung an der Sporthochschule Magglingen referierte zum Thema „Freiwillige im Verein – verhandeln statt überlisten“. Dabei wandte er sich zunächst gegen das weit verbreitete Jammern über fehlenden Nachwuchs auf der Trainerbank und in Kaderfunktionen. Viele Vereinsmitglieder jeden Alters seien für spezielle Aufgaben zu gewinnen, wenn man sie ihnen nur zutraue und auch wirklich überlasse. Der Ausbildungsstand sei hoch, und man dürfe die mit Aufgaben Betrauten nicht gängeln wie einst. Wer unter Bergen von Reglementen versinke, verliere die Freude an der Sache – dem Sport. Untersuchungen und Umfragen hätten gezeigt, dass der Spass an der Aufgabe der grösste Motivator für freiwillige Mitarbeit sei. Als absolut wichtig bezeichnete Stierlin, dass man nicht nur Talente fördert in den Sportvereinen. „Damit züchtet man nur Egoisten“, warnte er. Die Aktiven und vor allem die Kinder müssten von allem Anfang an zur Mitarbeit herangezogen werden. „Nur wer gebraucht wird, fühlt sich nützlich!“.

Eingeladen hatten die beiden kantonalen Sportämter. Regierungsrat Rolf Degen, der Ausserrhoder Bildungs- und Sportminister, dankte allen Anwesenden für ihr Engagement im Sportbereich, das ja immer auch der Gesellschaft dient. Beschenkt wurden die Gäste mit zwei leichtfüssigen Auftritten der Gruppe „Les Papillons“ und einem feinen Nachtessen.

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