Kein vorgezogener Aprilscherz: Wolf gesichtet!

Seit kurzem kursiert in der Appenzeller Bevölkerung ein Video, das einen Wolf in der Umgebung von Steinegg zeigen soll. Das Innerrhoder Bau- und Umweltdepartement geht davon aus, dass im besagten Video tatsächlich ein Wolf zu sehen ist.

  • Der Wolf ist zurück: Wie lange bleibt er? Oder ist er schon weg? (Symbolbild: Bigstock)

    Der Wolf ist zurück: Wie lange bleibt er? Oder ist er schon weg? (Symbolbild: Bigstock)

In der Vorwoche versetzten die Aufnahmen einer Überwachungskamera die Einwohnerinnen und Einwohner von Altstätten in Aufregung: Darauf war eindeutig ein Wolf auszumachen. Ein genauso aufsehenerregendes Video zirkuliert nun auch in Appenzell und den umliegenden Orten. Ein Clip, welcher der Redaktion vorliegt, zeigt ganz offensichtlich einen Wolf, der durch den Raum Steinegg streift. Gut möglich, dass es sich beim gesichteten Raubtier um ebenjenen Wolf handelt, der erst gerade von einer Kamera in Altstätten erfasst worden ist.

Auf Anfrage beim Bau- und Umweltdepartement Appenzell Innerrhoden, ob es die Wolfssichtung bestätigen oder dementieren könne, wird geantwortet: «Es ist immer davon auszugehen, dass sich Einzelwölfe im Kanton aufhalten und durch das Gebiet weiterziehen.» Ausserdem heisst es: «In der Region gibt es verschiedene Berichte über Wolfssichtungen. Hinweise zu Sichtungen werden jeweils von ‹Kora› bestätigt.» Die Stiftung Kora erforscht die Lebensweise und überwacht die Populationen von in der Schweiz existierenden Raubtierarten. «Kora» betreibt also auch Monitoring-Dienste für den Wolf.

Entwarnung geben kann das Bau- und Umweltdepartement nicht – ganz im Gegenteil. «Wir gehen mit grosser Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich in dem besagten Video um einen Wolf handelt», schreibt Heike Summer, die Leiterin des Innerrhoder Amtes für Umwelt, via E-Mail. In ihrer schriftlichen Antwort hält sie abschliessend fest: «Die Landwirte werden nach einem bestätigten Nachweis immer über die sozialen Medien auf den Herdenschutz aufmerksam gemacht.» Unklar ist, ob sich der Wolf noch immer in der Region befindet oder in der Zwischenzeit weitergezogen ist. Die nächsten Tage und Wochen dürften Aufschluss darüber bringen.

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