Kein Schlüssel für Erwachsene, sondern einer für die Jugend und das neue «Onyx»

Das neue Jugendkulturzentrum Onyx in Appenzell ist offiziell eröffnet worden.

  • Ein Schlüssel für die Jugend von Appenzell. (Bilder: Hans Ulrich Gantenbein)

    Ein Schlüssel für die Jugend von Appenzell. (Bilder: Hans Ulrich Gantenbein)

Nach einem rund 50 Minuten dauernden Ansprachen-Marathon wurde am Samstag, 25. Mai, ein essbarer «jugendgerechter» Schlüssel von Bauherr Ruedi Ulmann an den regierenden Landammann Roland Inauen und von diesem an die Vorstandsmitglieder des 1988 gegründeten Vereins Jugendkulturzentrum Appenzell übergeben. Das Werk wechselte sodann an das «Onyx»-Leitungsteam und dieses reichte es hernach − stellvertretend für die zahlreichen Nutzerinnen und Nutzer − an drei Jugendliche weiter, welche den Schlüssel ins neue Zentrum trugen. Damit öffneten sie die Türen für die freie Besichtigung durch alle Anwesenden offiziell. Zu Letzteren zählten nicht nur Vertreter aller öffentlich-rechtlichen (und am Projekt finanziell beteiligten) Institutionen des Kantons, sondern auch Josef «Tschösi» Manser und Hanspeter «Bidde» Masina als einstige «Onyx»-Mitinitianten.

Dass ein Jugend- und Kulturzentrum für Appenzell wichtig sei, zeigte sich gemäss Festredner Inauen zum Ende des letzten Jahrtausends, als − gemäss seinen Aussagen − «wilde Zeiten im Bahnhofpärkli» herrschten. So erfolgte am 13. März 1998 die Gründung eines Trägervereins. Erste Lokalität war der Schwingkeller, aus dem zuerst das Sägemehl entfernt werden musste. Doch weil dieser schliesslich nicht mehr zur Verfügung stand, folgte ein Umzug an die Marktgasse in den «alten Coop». Nach einem Grosseinsatz von Jugendlichen wurden die umgestalteten Räume in dessen Untergeschoss am 12. Februar 2004 der Öffentlichkeit präsentiert und schliesslich einen Monat später am 13. März mit einem Konzert offiziell eröffnet.

Nach zwei Jahrzehnten erfolgte nun ein Umzug auf das Areal des Kapuzinerklosters. Genutzt werden die ehemalige Gärtnerei und Schreinerei sowie der einstige Schweinestall. Anfang Jahr begann die Einrichtung der Räume. Die Jugendlichen erhielten bei deren farblicher Gestaltung Unterstützung von Künstler Christian Meier. Er war am Anlass ebenso wie Architekt Thomas Locher zugegen, der vom Kanton (Bau- und Umweltdepartement, Amt für Hochbau und Energie) für das Umbauprojekt zugezogen wurde.

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