Karfreitagsexkursion mit vielen Begegnungen

Die traditionelle Karfreitagsexkursion des Ornithologischen Vereins Appenzell am 29. März 2024 versprach trotz des starken Windes ein unvergessliches Erlebnis zu werden. Unter der fachkundigen Leitung von Röbi Nagel aus Gais versammelten sich 20 Naturbegeisterte, bereit, die vielfältige Vogelwelt der Region zu erkunden.

  • Bild: zVg.

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Obwohl die Sonne durch die Wolken brach, war der starke Wind eine ständige Begleitung, die jedoch dem Abenteuer keinen Abbruch tat. Denn wie oft führt gerade solches Wetter zu unerwarteten Begegnungen und besonderen Momenten in der Natur.

Gleich zu Beginn wurden die Teilnehmer von den bunten Distelfinken begrüsst, die mit ihrem auffällig farbenfrohen Gefieder und ihrem charakteristischen Gesang die Herzen höherschlagen liessen. Diese zwitschernden Laute erklären auch seinen zweiten Namen – «Stieglitz».

Entlang der Sitter hielten die Vogelbeobachter Ausschau nach der hier häufig zu sehenden Wasseramsel, die sich aber zunächst nur im Vorbeiflug zeigte. Doch die lebhaften Bachstelzen und Gebirgsstelzen boten genug Ablenkung. Die Teilnehmer konnten ihre Unterschiede genau betrachten und vergleichen, während ein Stockentenpärchen ungestört nach Nahrung suchte.

Die Begegnung mit den Blau- und Kohlmeisen gab einen weiteren Einblick in die Vielfalt der Vogelwelt, während der Ruf des Zilpzalps und die Triller des Grünfinken aus der Ferne zu hören waren. Auf einem nahegelegenen Dach posierte ein Hausrotschwanz, während hoch oben der majestätische Rotmilan seine Kreise zog. Selbst die Rabenkrähen liessen sich vom starken Wind zu Kunstflügen animieren und flogen doch zum Teil tatsächlich rückwärts.

Das Rotkehlchen versteckte sich geschickt, aber sein Gesang verriet uns nach langem Suchen dann doch noch seinen Standort, während der kleine Zaunkönig mit seinen verblüffend lauten, metallisch klingenden Lauten aus dem Unterholz auf sich aufmerksam machte. In der Nähe waren die lauten Rufe des Kleibers zu hören. Er ist der einzige einheimische Vogel, welcher kopfabwärts den Stamm hinunter klettern kann.

Ein besonderer Höhepunkt war die Entdeckung des Wasseramselpärchens unter einer Brücke, möglicherweise in der Nähe ihres Nestes.

Auf dem Rückweg überraschte der Baumläufer die Teilnehmenden und am Schluss kündigten einige Rauchschwalben mit ihren langen, spitzen Flügeln und tief gegabelten Schwänzen im emsigen Flug endgültig den Frühling an.

Trotz des stürmischen Wetters war die Karfreitagsexkursion des Ornithologischen Vereins Appenzell einmal mehr ein voller Erfolg, voller faszinierender Entdeckungen und unvergesslicher Momente in der Natur.

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