Kantonsstrassennetz wird neu bewertet

In diesen Wochen wird der Zustand der Ausserrhoder Kantonsstrassen neu erhoben. Mit speziellen Messfahrzeugen wird das ganze Strassennetz abgefahren. Die Strassenoberfläche und die seitlichen Bauten und Anlagen werden dabei abfotografiert und ausgemessen.

  • Ein Messfahrzeug im Einsatz. (Symbolbild: zVg)

    Ein Messfahrzeug im Einsatz. (Symbolbild: zVg)

Seit 2010 verfügt das Ausserrhoder Tiefbauamt über eine Videobefahrung der Kantonsstrassen. Die Aufnahmen dienen der Planung von Projekten und dem Unterhaltsmanagement des Strassennetzes, wie die Kantonskanzlei mitteilt. Die Videoaufnahmen ermöglichen auch die Beurteilung der Situation im Winter bei grossen Schneemengen und dienen der schnellen Beantwortung von Anfragen aus der Bevölkerung oder etwa der Bearbeitung von strassenbaupolizeilichen Bewilligungen, so heisst es weiter. Die Bewertung des Strassenzustandes ist früher durch das Tiefbauamt selbst erbracht worden. Die Strasseninspektoren waren dazu tagelang zu Fuss auf dem Netz unterwegs. Die heutige Technologie ermöglicht, dass auch die Zustandsbewertung mittels einer Befahrung erfolgen kann.

Im Juli und August wird der Strassenraum mit dem System «Infra3D» neu aufgenommen. Mit dem «Infra3D» werden der kantonalen Verwaltung und beauftragten Planern Aufnahmen zur Verfügung gestellt, die flächendeckend und zu definierten Zeitpunkten erfasst und professionell ausgewertet werden können. Objekte des Strassenraums können am Computer dreidimensional vermessen, mit bestehenden Geodaten verglichen und digitalisiert werden. Zur Einhaltung des Datenschutzes werden sämtliche Personen und Fahrzeugnummern auf den erfassten Bilddaten anonymisiert. Die Befahrung für die Erhebung des Strassenzustandes ist witterungsabhängig und erfolgt unter Verkehr. Der Strassenzustand wird laut Mitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei in Abständen von vier Jahren erhoben.

2
2

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar