Jugendliche erleben Demokratie hautnah

Am Freitag, 1. Dezember, ist in Trogen die Jugendkonferenz!SGAIAR* zu Ende gegangen. Im Rahmen des einwöchigen Projektes der Pädagogischen Hochschule St.Gallen und des Kinderdorfs Pestalozzi haben die Teilnehmenden eigene politische Anliegen formuliert, für die sie sich nun auch in ihren Gemeinden einsetzen werden.

  • Die Jugendkonferenz!SGAIAR* fand im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen statt. (Bild: zVg)

    Die Jugendkonferenz!SGAIAR* fand im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen statt. (Bild: zVg)

Während einer einwöchigen Konferenz haben rund 100 Schülerinnen und Schüler aus den Kantonen St.Gallen, Ausserrhoden und Innerrhoden im Kinderdorf Pestalozzi Themen aus ihrer Lebensrealität diskutiert, gemeinsame Lösungsansätze erarbeitet und darüber abgestimmt. Die Jugendkonferenz!SGAIAR* ist eine gemeinsame Entwicklung der Fachstelle Demokratiebildung und Menschenrechte der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) und des Kinderdorfs Pestalozzi.

Von Bäumepflanzen bis Datenschutz

Während der fünftägigen Jugendkonferenz!SGAIAR* haben die Jugendlichen in Kursen, Workshops und Kommissionssitzungen gelernt, was es bedeutet, das Gemeinwesen mitzugestalten und dabei Kompetenzen im Bereich der Politischen Bildung erworben, teilte die PHSG mit. Die Projektwoche bot den Klassen Gelegenheit, sich für mehrere Tage in ein komplexes Thema zu vertiefen. Die Jugendlichen definierten Herausforderungen, suchten Lösungswege und stimmten in einer Plenarversammlung darüber ab. Die Vorschläge reichten von der Umgestaltung des Prüfungswesens in Schulen über die Forderung einer besseren Sensibilisierung für Datenschutzfragen im Unterricht bis hin zum Pflanzen von Bäumen als Massnahme gegen die Klimaerwärmung.

Zum Schluss stellten sich die teilnehmenden Klassen die Frage, wie sie – zurück in ihren Schulzimmern – mit konkreten Massnahmen auf das Erreichen eines der Ziele hinwirken können. So mündet die Jugendkonferenz!SGAIAR* in lokalem Engagement in den Heimatgemeinden der Schülerinnen und Schüler.

Eigene Anliegen selbst vorantreiben

In den Schulen fehlt oft die Zeit, Politische Bildung vertieft zu vermitteln. In der Projektwoche haben die Jugendlichen gelernt, sich eine Meinung zu bilden, zu argumentieren, sich für eine Massnahme zu entscheiden und einen Mehrheitsbeschluss mitzutragen und damit das politische System der Schweiz näher kennengelernt. Eine wichtige Rolle in der Projektwoche spielte das Empowerment: Die Befähigung der Schüler:innen, konkrete Projekte und Anliegen auf dem geeigneten Weg selbst voranzutreiben.

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