Jugendliche aus dem Mittelland erhalten Einblick in Maurerberuf

Unzählige Lehrbetriebe buhlen wieder um die Gunst der Oberstufen-Schülerinnen und -schüler. So auch die Mettler und Tanner AG aus Teufen. Ihre Aufgabe ist keine leichte, denn das Interesse am Maurerberuf sinkt von Jahr zu Jahr.

  • Mauer errichten, schalen, betonieren, Bagger fahren: Die Jugendlichen dürfen mitanpacken. (Bilder: zVg)

    Mauer errichten, schalen, betonieren, Bagger fahren: Die Jugendlichen dürfen mitanpacken. (Bilder: zVg)

  • Stefan Tanner schildert den Schülerinnen und Schülern die Vorzüge des Maurerberufs.

    Stefan Tanner schildert den Schülerinnen und Schülern die Vorzüge des Maurerberufs.

Für die Sekundarschülerinnen und -schüler beginnt eine der wichtigsten Lebensphasen: Die Berufswahl. Der Weg, ob Lehrberuf oder weiterführende Schule, will gut überlegt sein. Kommt hinzu, dass es mittlerweile über 240 Lehrberufe gibt. Da ist die Entscheidung alles andere als leicht. Leicht ist es auch für Bauunternehmen nicht; die Beliebtheit der Lehrberufe im Hoch- und Tiefbau sinkt kontinuierlich. Das bekommt auch die Mettler & Tanner AG in Teufen zu spüren, wie sie in der Mitteilung schreibt.

«Der Handwerks-Beruf wird oft unterschätzt, gerade in Bezug auf die Karrierechancen», sagt Stefan Tanner, Inhaber des Bauunternehmens. «Man kann sich als Maurer zum Polier, Bauleiter, Techniker oder Bauingenieur weiterbilden und viele von ihnen führen später ihr eigenes Unternehmen.» Er sehe auch Frauen in diesem Beruf, sie hätten das Feingespür für die Kundenbedürfnisse und die nötige Sorgfalt bei der Arbeit. Gerade in seinem speziellen Segment der Kundenmaurertätigkeit sei das ein Vorteil.

Damit die Sekundarschülerinnen und -schüler einen realen Eindruck von der Lehre als Maurerin oder Maurer bekommen, führt die Mettler & Tanner AG jedes Jahr einen Informationstag im Unternehmen durch. Dieses Jahr nahmen die Jugendlichen der Sekundarschulen Teufen und Gais-Bühler teil. In einem kurzen Theorieblock schilderte Stefan Tanner die Vorzüge des Berufes. «Wenn ich durch die Gegend fahre, sehe ich Häuser, Fassaden, Balkone, die wir erstellt haben, das ist heute noch ein schönes Gefühl. Und bedenkt: Ohne uns wären die Menschen obdachlos.»

Dass es zum Teil eine harte Arbeit ist, beschönigt er nicht, und darum lässt er die Jugendlichen auch gleich selbst Hand anlegen. Es gilt, eine Mauer zu errichten, Bagger zu fahren, zu schalen und zu betonieren. Einige haben sichtlich Spass und legen sich ins Zeug. «Wir müssen den Lehrpersonen und Eltern besser vermitteln können, dass ein Handwerksberuf heute noch vielversprechende Perspektiven für die Zukunft bietet, sonst gehen uns die Fachkräfte von morgen aus», so Tanner.

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