Jeder Fünfte im Hausarztmodell

Der Hausärzteverein Appenzellerland hielt  am 7. Mai seine diesjährige GV im Haus unteres Gremm in Teufen ab.

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Der  Präsident, Dr. Vinzenz Müller, Herisau, ging in seinem Jahresbericht  im speziellen auf die Promotionsanlässe für mögliche zukünftige Hausärzte ein.  Angesichts des  sich immer weiter abzeichnenden  Nachwuchsproblems möchte der Verein auch in diesem Bereich aktiv Gegensteuer geben.

Einen grösseren Raum nahmen die Diskussionen um die aerztliche Notfallversorgung ein.  Der sich abzeichnende Hausärztemangel  wird  in diesem Bereich mittelfristig zu Problemen führen.  Der Notfalldienst ist  u.a. ein wichtiger Grund, weshalb sich angehende Aerzte für andere  Fachrichtungen oder  andere Regionen  zur  Niederlassung (Stadt) entscheiden.

Mit Dr. Urs Winiger,  welcher Ende März nach 30 Jahren Hausarzttätigkeit  seine Praxis in Waldstatt  an  Dr. Steffen Kroll übergeben konnte, wurde ein engagierter Kollege mit warmem Applaus in seinen verdienten Ruhestand verabschiedet. Als Neumitglieder konnten Dr. Kroll, Dr. Christian Loewe (Nachfolger Dr. R. Voegelin), Teufen, und Frau Dr. Kathrin Zingg (Praxis Brunnenhof), Herisau, aufgenommen werden. Dem Hausarztverein gehören somit 36 AerztInnen aus beiden Appenzell an.
Nachdem die Verhandlungen mit der Helsana und der CSS erfolgreich abgeschlossen werden konnten, sind  13160 AppenzellerInnen in einem Hausarztmodell versichert. Dies entspricht ca 20 Prozent der Bevölkerung beider Appenzell und liegt damit bereits über dem schweizerischen Durchschnitt von 17 Prozent.  Die Appenzeller profitieren dadurch  von günstigeren Prämien, geben damit aber wohl auch einen Vertrauensbeweis gegenüber ihren Hausärzten ab.

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