Ja zur Wiederbenutzung Schulhaus Rietli

Die Gaiser Fasnacht stand unter dem Motto «Typisch Schwiiz», doch am beliebten Umzug am frühen Nachmittag war der mangelnde Schulraum für Primarschulkinder zentrales Thema.

«Ehr suechid, mer hedid»: Gemeint war ein Schulhaus für die stetig wachsende Anzahl Gaiser Schulkinder. Das Schulhaus Rietli war gemäss dem Buch «Geschichte der Gemeinde Gais» das erste in der Gemeinde, das für die öffentliche Volksschule gebaut wurde. Im Dorfzentrum selber behalf man sich lange mit provisorischen Räumen bis dann 1895 das heutige Primarschulhaus feierlich eingeweiht wurde. Es ist aktuell – neben einigen Schulzimmern im Atzgras – das einzige noch genutzte Primarschulhaus. Da die Anzahl Familien mit schulpflichtigen Kindern nicht nur im

Dorfkern, sondern auch im Gebiet zwischen Hebrig und Rietli stetig zunimmt, liegt die Wiederbelebung des Schulhaus Rietli auf der Hand: Für dieses Anliegen marschierten am Samstag zahlreiche Eltern, Kinder und Lehrpersonen kostümiert durch die Gaiser Straßen. Dicht gefolgt von der «Emils’s Gugge Appenzell» erreichten sie das Areal vom «Schulhaus Dorf»,  wo dann auch die Kinderfasnachts-Party stieg. Die Fellfreunde Paw Patrol waren ebenso präsent, wie das beliebte Lutschbonbon «tic tac» oder die Zwerge aus «Bünzli’s Garten». Auf die Frage wie es zu dieser «Verkleidung» kam, erklärt eine Initiantin: «Das Motto lautet «Typisch Schwiiz». Und haben nicht viele Schweizer einen bünzligen Garten… oder sind etwa gar selber «bünzlig»? Im typisch schweizerisch (oder bünzlig?) dekorieren Festzelt düsten patriotisch geschminkte

Helferinnen und Helfer umher damit sich Guggen-Musiker, Piraten, Feuerwehrmänner, Tierlein, Hexen und Feen, und natürlich auch Schulraumsuchende für das weitere fröhliche Treiben stärken konnten.

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