Ja-Wort in Oberegg bleibt

Im Appenzeller Rathaus haben die Oberegger bei der Totalrevision der Zivilstandsverordnung ein Trauzimmer erkämpft. Ausserdem diskutierte der Grosse Rat am Montag intensiv die Energie- und Klimaschutzstrategie.

  • Ein deutliches Mehr für Oberegg. (Bilder: Hans Ulrich Gantenbein)

    Ein deutliches Mehr für Oberegg. (Bilder: Hans Ulrich Gantenbein)

  • Waren bei der Energie- und Klimaschutzstrategie beide gefordert: Bauherr Ruedi Ulmann und Landesfähnrich Jakob Signer.

    Waren bei der Energie- und Klimaschutzstrategie beide gefordert: Bauherr Ruedi Ulmann und Landesfähnrich Jakob Signer.

  • Romeo Premerlanis Antrag wurde klar abgelehnt.

    Romeo Premerlanis Antrag wurde klar abgelehnt.

  • Schüler des Gymnasiums Appenzell verfolgten die Debatte.

    Schüler des Gymnasiums Appenzell verfolgten die Debatte.

Ein Sieg für Oberegg: Mit der Abtretung der zivilstandrechtlichen Aufgaben an den Kanton wird das Zivilstandsamt Oberegg aufgehoben. Trotzdem soll in der Enklave noch zivilrechtlich geheiratet werden können. Dafür setzte sich in der Session der Oberegger Grossrat Pius Federer mit grosser Unterstützung aus Appenzell ein. Was eine formelle Revision der kantonalen Zivilstandsverordnung hätte sein sollen, wurde zum «Eheknatsch». Der Rat beschloss eine zweite Lesung, in der die Möglichkeit, in Oberegg zu heiraten, in der grossrätlichen Verordnung explizit vorgesehen ist. Damit nahm der Grosse Rat der Standeskommission das Heft aus der Hand.

Premerlanis Beschleunigungsantrag

Bei der darauffolgenden Kenntnisnahme der Energie- und Klimaschutzstrategie votierten einige Räte, angeführt von Romeo Premerlani (Schwende-Rüte), mit einem Energiegesetz schon 2026 vor die Landsgemeinde zu gehen, damit die derzeitig grosse Bautätigkeit energetisch nachhaltiger aufgegleist werde. Bauherr Ruedi Ulmann wehrte sich dagegen, auf noch nicht definitiv von der Energiedirektorenkonferenz verabschiedete «Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich 2025» ein Energiegesetz für Innerrhoden zu schreiben. In der Abstimmung unterlag Premerlani bei einer Handvoll Enthaltungen deutlich.

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