«Insgesamt auf Kurs, aber zu langsam»

Die Entwicklung des Kantons Appenzell AR hat nicht so viel Fahrt aufgenommen wie erhofft. Aber die eingeschlagene Richtung stimme, erklärte Landammann Hans Diem am Montag vor den Medien. Die Bautätigkeit stimme zuversichtlich.

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Seit 2008 lässt die Ausserhoder Regierung die Entwicklung des Kantons laufend beobachten. Der jährlich daraus resultierende Monitoringbericht ist eine Grundlage für politische Entscheide überall dort, wo es um die Förderung und Lenkung von Entwicklungen geht. Bevölkerung, Wirtschaft, Lebensraum und  der öffentliche Haushalt werden unter die Lupe genommen. Sowohl beim Bevölkerungswachstum als auch im Bereich Wirtschaft lässt die Dynamik zu wünschen übrig.
Ersteres war in den letzten vier Jahren unterdurchschnittlich. Zudem wird die Ausserrhoder Bevölkerung in Zukunft rasch und stark altern. Der Wohnungsbau hat insgesamt Nachholbedarf. 2010 nahm die Bautätigkeit zwar zu und für 2011/2012 sind wieder mehr neu erstellte Wohnungen zu erwarten. Nach wie vor könne das Wohnungsangebot im Kanton die heutigen Bedürfnisse noch nicht befriedigen, sagte Diem.
Noch steht Ausserrhoden  finanziell auf gesunden Füssen. Der Blick in die Zukunft ist aber herausfordernd: Massnahmen zur Vermeidung eines strukturellen Defizits werden in den kommenden Jahren notwendig sein. Die exportorientierte Ausserrhoder Wirtschaft erlitt im Rezessionsjahr 2009 einen starken Dämpfer. Von diesem hat sie sich wegen der Frankenstärke und der Verlangsamung der Weltkonjunktur noch nicht richtig erholt. Dies spiegelt sich in der Entwicklung des Bruttoinlandproduktes wider. Sowohl Exporte als auch Logiernächte liegen deutlich im Minus.

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