Innerrhoden war eine Ausnahme bei Zwangsfällungen

Der verregnete Sommer im letzten Jahr hat die Zahl der Borkenkäfer in den Schweizer Wäldern stark verringert. Die Zwangsnutzungen wegen Käferbefalls gingen 2021 gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte zurück.

  • Der regnerische Sommer 2021 wirkte dem Borkenkäfer entgegen. Solche Bilder wurden seltener. (Bild: Archiv A24

    Der regnerische Sommer 2021 wirkte dem Borkenkäfer entgegen. Solche Bilder wurden seltener. (Bild: Archiv A24

Waren in den beiden Vorjahren noch jeweils über eine Million Kubikmeter Fichtenholz Opfer des Borkenkäfers geworden, so nahmen die zwangsweisen Fällungen im Sommer um 52 Prozent auf 389’000 Kubikmeter ab, wie die Gruppe Waldschutz Schweiz der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft mitteilte.

Lediglich in den drei Kantonen Appenzell Innerrhoden, Nidwalden und Wallis fielen die Zwangsnutzungen im Sommer höher aus als noch im Vorjahr. Die Zahl der Bäume, die vom Borkenkäfer befallen waren, sank ebenfalls stark und zwar um 40 Prozent.

Der rückläufige Trend ist ferner deutlich bei den aufgestellten Käferfallen zu beobachten. Pro Falle fanden die Forstleute im Durchschnitt 18’000 Buchdrucker. Das waren fast 40 Prozent weniger als noch im Jahr 2020. Die Zahl aufgestellter Fallen nahm um rund 15 Prozent ab, wie das WSL weiter bekanntgab.

Das Wetter hatte einen massgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Borkenkäfer. Der kalt-feuchte Frühling und der regenreiche Sommer auf der Alpennordseite bremsten das Wachstum der Borkenkäfer-Populationen. Dass Hitzewellen ausblieben und es weniger Hitzetage gab, trug seinen Teil zur entspannten Lage bei.

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