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Im Delirium Haus angezündet

Zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren hat das Ausserrhoder Kantonsgericht einen 51-jährigen Brandstifter verurteilt. Der Mann hatte Ende 2011 in Gais nach einem Ehestreit im Schlafzimmer Feuer gelegt. Das Feuer breitete sich aus; das Haus war zeitweise unbewohnbar.

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Der Schaden belief sich auf rund eine Million Franken. Die Anklage lautet auf Brandstiftung, Gefährdung des Lebens, Tätlichkeit, Sachbeschädigung und Drohung. Der Angeschuldigte war geständig und reuig. Der Staatsanwalt forderte eine bedingte Freiheitsstrafe von nicht unter zwei Jahren für vorsätzliche Brandstiftung und eine Fortsetzung der bereits begonnenen Therapie.
Die Verteidigung plädierte auf fahrlässige Brandstiftung und eine bedingte Geldstrafe, eventuell eine bedingte sechsmonatige Freiheitsstrafe. Der Mann habe das Haus im Delirium angezündet; seine Schuldfähigkeit sei mittelgradig beeinträchtigt gewesen. Er sei von seiner Frau systematisch zurückgewiesen worden – auch als Ehemann – er habe um Geld betteln müssen.
Das Gericht verurteilte den Mann zu zwei Jahren unbedingt. Die Strafe wird aufgeschoben zugunsten einer ambulanten Behandlung. Kurz nach der Tat vor bald zwei Jahren trat der Mann in eine therapeutische Wohngemeinschaft ein, wo er heute noch lebt. Die ambulante Massnahme werde ans Strafmass angerechnet, sagte der Richter in der Urteilsbegründung.

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