Hola España – Netzballerinnen in der spanischen Hauptstadt

Am Mittwoch, 30. August, haben sich acht Netzballspielerinnen aus Oberegg, Berneck und Walzenhausen auf den Weg in den Süden gemach. Es ging nach Madrid.

  • Die Frauen aus Oberegg, Berneck und Walzenhausen geniessen den ersten Abend in Madrid. (Bilder: zVg)

    Die Frauen aus Oberegg, Berneck und Walzenhausen geniessen den ersten Abend in Madrid. (Bilder: zVg)

  • Die Netzballerinnen posieren auf den sogenannten Segways vor dem königlichen Palast.

    Die Netzballerinnen posieren auf den sogenannten Segways vor dem königlichen Palast.

  • Mit Kopfhörern und Tablets ausgerüstet, besichtigten die Ostschweizerinnen den Palast.

    Mit Kopfhörern und Tablets ausgerüstet, besichtigten die Ostschweizerinnen den Palast.

  • Im Madrider Retiro-Park liess es sich – vor allem am Wasser – herrlich verweilen.

    Im Madrider Retiro-Park liess es sich – vor allem am Wasser – herrlich verweilen.

Pünktlich 13 Uhr war der Shuttle-Bus abfahrbereit, um die acht gut gelaunten Frauen aus Oberegg, Berneck und Walzenhausen nach Zürich zum Flughafen zu chauffieren. Kurz vor 17 Uhr hob dann der Flieger ab und landete pünktlich um 19 Uhr in der spanischen Hauptstadt.

Die erste Hürde, der Fahrkartenautomat, war schnell überwunden und die Frauen fuhren mit der Metro ins Zentrum. Von der Calle Gran Via war es nur noch ein kurzer Fussmarsch bis zum Hotel. Schnell wurde eingecheckt und dann ging es schon wieder los in Richtung Stadt. Schliesslich waren alle neugierig, was Madrid zu bieten hat. Irgendwann meldete sich der Magen, und die Netzballerinnen waren froh, in einem Restaurant noch Platz für acht Personen zu finden.  Zwei Krüge Sangria und verschiedene spanische Spezialitäten wurden bestellt. Es entwickelte sich ein langer lustiger Abend.

Ein Glace gegen die Hitze

Am Donnerstag starteten die acht Frauen nach einem ausgiebigen Frühstück wieder in Richtung Gran Via und hüpften dort in einen der vielen Hop-on-hop-off-Busse, um die Stadt besser kennenzulernen. Vorbei an Denkmälern, dem Königspalast, Museen, dem Tempel von Debod, der Kathedrale und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten, stiegen die Frauen schliesslich beim Retiro-Park aus und schlenderten durch die 1,4 Quadratkilometer grosse grüne Oase am östlichen Rand der Innenstadt. Besonders beeindruckend war der Estanque Grande, ein grosser Teich in der Mitte des Parks. Dort genossen die Frauen die Zeit im Schatten bei einem Glace. Schliesslich zeigte das Thermometer mehr als 33 Grad Celsius an.

Im Verlauf des Nachmittags teilte sich die Gruppe. Vier Frauen besuchten eine Flamenco-Aufführung und die anderen machten eine kleine Shoppingtour. Am Abend trafen sich die Ostschweizer Netzballspielerinnen dann wieder und liessen den Tag gemütlich ausklingen.

Im Königspalast

Am Freitag stand der Besuch im königlichen Palast auf dem Plan. Obwohl dieser von den heutigen Monarchen nicht mehr bewohnt wird, ist er die offizielle Residenz der spanischen Könige. Ausgestattet mit Kopfhörern und Tablets, machten sich die Frauen auf, den royalen Prunk zu besichtigen. Zahlreiche pompöse Räume, aufwendig verzierte Möbel, Gemälde, Teppiche und Geschirr sowie Rüstungen und Waffen konnten sie bestaunen. Nach drei intensiven Stunden machte sich die Ausflugsgruppe auf den Weg zu einer Aussichtsterrasse, auf der sie feine Cocktails genoss.

Am Anfang ihrer Reise hatten die acht Frauen bereits den Mercado de San Miguel entdeckt: eine Markthalle mit weit über 1000 lokalen Lebensmitteln und Spezialitäten. Den ersten Teil des Freitagabends verbrachten die Netzballerinnen dort und probierten sich durch die Vielzahl der spanischen Köstlichkeiten. Danach machten sie sich gut gelaunt auf den Weg zum Plaza Mayor und beendeten den Tag voller schöner Eindrücke mit einem Glas Sangria.

Auf Segways durch die Stadt

Am Samstag wartete noch ein Highlight auf die Reisegruppe: eine Altstadtführung auf Segways. Nicht alle Frauen waren sich sicher, ob diese Art der Fortbewegung das Richtige für sie sei. Doch nach einer kurzen Einweisung des Guides verflog die anfängliche Unsicherheit. Die Tour dauerte 90 Minuten, aber die Zeit verging rasend schnell, was wohl an der lustigen und aufgestellten Art des Guides lag, der ihnen in einer charmanten Art und Weise Informationen zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten gab. Jetzt wissen die Netzballerinnen, dass der Palast mehr als 3000 Zimmer hat, ein Eintritt in die Oper 3500 Euro kostet und eine Einraumwohnung in der königlichen Nachbarschaft 1 Million Euro teuer ist.

22.59 Uhr – eine Punktlandung

Am späteren Nachmittag machten sich die Frauen dann wieder auf den Weg in Richtung Flughafen.  Es war abzusehen, dass ihr Flug verspätet starten würde. Dicke Gewitterwolken zogen bereits auf, als sie um 20.30 Uhr in den Flieger stiegen. Doch an den Start war aufgrund starker Gewitter auf der Route noch nicht zu denken. Langsam wurden die Passagiere nervös. Schliesslich lag ein Flug von über zwei Stunden vor ihnen, und in Zürich darf man nach 23 Uhr nicht mehr landen. Kurz nach 21 Uhr kam endlich die Starterlaubnis. Der Flug war weniger turbulent als erwartet und die acht Frauen aus Oberegg, Berneck und Walzenhausen landeten um exakt 22.59 Uhr. Da hat der Pilot ordentlich Gas gegeben.

Wie schon am Anfang der Reise wartete ein Shuttle-Bus auf die lustige Truppe und brachte diese zurück nach Oberegg. Die Netzballerinnen blicken auf vier tolle Tage mit vielen interessanten Gesprächen, lustigen Erlebnissen und dem Gefühl von Zugehörigkeit in einer grossartigen Gruppe zurück. Madrid ist eine Reise wert. Es ist eine lebendige Stadt mit toleranten, hilfsbereiten und unkomplizierten Menschen.

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