Hochwasserschutz im Güetli genehmigt

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat das Hochwasserschutzprojekt am Sägebach im Herisauer Güetli genehmigt und zur Auflage freigegeben. Die Massnahmen sollen das Risiko von Überschwemmungen minimieren und zugleich die Gewässerökologie verbessern. Die Bauarbeiten kosten rund 2,8 Mio. Franken und sollen im nächsten Jahr starten.

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Die Hochwasserprobleme entlang des Herisauer Sägebachs beim Schwänli/Güetli sind bekannt und in der Gefahrenkarte ausgewiesen. Vor Jahren bereits liess das kantonale Tiefbauamt Varianten für eine Gerinneaufweitung des Bachs erarbeiten. Denn im Gebiet bestehen seit jeher erhebliche Schutzdefizite für Gebäude und Anlagen. Im Zuge der Bewältigung des schweren Unwetters vom 10. Juli 2011 wurde nun eine dieser Varianten zu einem Bauprojekt ausgearbeitet. Eine baldige Realisierung führt zu einer wesentlichen Entschärfung des dortigen Hochwasserrisikos.
Das Projekt umfasst eine Absenkung der Gerinnesohle und eine Gerinneaufweitung inklusive Auflösung des bestehenden Absturzes Erlenbach, den Ersatz des Durchlasses unter der Bahnlinie und den Ersatz der Brücke Erlenbachstrasse. Alle Massnahmen dienen primär dem Hochwasserschutz, verbessern aber auch die Gewässerökologie. Neben dem Engpass im Güetli existieren weitere Hochwassergefahren durch Bachwasser, welches vielfach weit oberhalb des Güetlis das Gerinne des Sägebaches verlässt und oberflächlich über die Alpsteinstrasse abfliesst. Das betrifft auch den Leder- und den Chlebbach; dort sind weitere Investitionen nötig.
Der Hochwasserschutz im Güetli wird rund 2,8 Mio. Franken kosten; Bund und Kanton tragen davon ca. 2 Mio. Franken. 800‘000 Franken werden von der Gemeinde Herisau sowie den betroffenen Grundeigentümerschaften übernommen. Die Bauausführung ist für nächstes Jahr vorgesehen. Der Regierungsrat hat das Projekt und die Finanzierung genehmigt und zur öffentlichen Auflage freigegeben.

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