Hoch zu Pferd ins Höhenlager auf dem Kronberg

Ein ganz besonderes Schauspiel auf einem Appenzeller Wanderweg: Fünf Pferde haben am vergangenen Wochenende 30 kleine Eichenfässer auf den Kronberg transportiert. Die nummerierten Fässer enthalten Castrum, den neuen Zuckerrüben-Edelbrand aus dem Hause Appenzeller Alpenbitter AG. In einem Bunker auf dem Kronberg, auf 1663 Metern über Meer, lagern sie nun bis zur Genussreife.

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Zu den zahlreichen Fotosujets, die der Kronberg ohnehin schon bietet, kam für Wanderer und Ausflügler am Samstag ein weiteres dazu: fünf Pferde, die mit Fässern bepackt und von Männern in Sennenhemden begleitet waren. Wer genau hinschaute, sah, dass die kleinen Fässer mit «Castrum» beschrieben und Nummern versehen waren. Was man nicht sah, aber vielleicht ahnte: Die Pferdeführer waren allesamt erfahrene Angehörige des Trains der Schweizer Armee. Immer wieder wurden sie von Passantinnen und Passanten im Scherz gefragt, ob sie denn einen solchen Durst hätten. Worauf die Pferdeführer erklärten, was es mit diesen Castrum-Fässern auf sich hat.

Castrum ist der neue Edelbrand der Appenzeller Alpenbitter AG. Das Aussergewöhnliche daran: Rum wird per Definition aus Zuckerrohr gemacht. «Als Appenzeller wollten wir aber mit Schweizer Produkten arbeiten – und deshalb mit Zuckerrüben statt Zuckerrohr», erklärte Stefan Maegli, Geschäftsführer der Appenzeller Alpenbitter AG. Aus diesem Grund darf der Edelbrand auch nicht «Rum» genannt werden. Das Destillat mit 40 Volumenprozenten wird sich im unterirdischen Bunker gleich neben dem Kronberg-Bergrestaurant entwickeln. Die limitierten und nummerierten 10-Liter-Fässer wurden für je 1663 Franken schon im Voraus verkauft. Die Besitzer können den Reifeprozess in den kommenden Jahren nun sozusagen am eigenen Fass mit Degustationen verfolgen. Nach erfolgtem Reifeprozess wird der Castrum ? in Flaschen abgefüllt ? an die Besitzer ausgehändigt. Das spezielle Gemeinschaftsprodukt «ging weg wie frische Weggli». Bereits besteht eine Warteliste für eine nächste Edition.

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