Historischer Tag: Fusionierter Bezirk Schwende-Rüte «steht»

Der neu fusionierte Bezirk Schwende-Rüte traf sich am Sonntag zur ersten Bezirksgemeinde. In der Sporthalle Gringel versammelten sich gut 600 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.

  • Diese sieben Personen stellen den ersten Bezirksrat des neuen Bezirkes Schwende-Rüte. (Bild: Andrea Richle)

    Diese sieben Personen stellen den ersten Bezirksrat des neuen Bezirkes Schwende-Rüte. (Bild: Andrea Richle)

Über die Rechnungsablage der beiden früheren Bezirke wurde zu Beginn der Bezirksgemeinde noch getrennt abgestimmt. Die anschliessenden Wahlen und Sachgeschäfte wurden dann gemeinsam in Angriff genommen. Allen Sachgeschäften wurde zugestimmt und sämtliche Amtsträger – ausser die Grossrätinnen und Grossräte der beiden «alten» Bezirke – wurden neu gewählt.

Bruno Huber als regierender Hauptmann, Sepp Manser-Neff als stillstehender Hauptmann, Markus Stäger, Bruno Hehli, Sepp Inauen, Sandra Wild und Albert Manser – genannt in der Reihenfolge ihrer Wahl – bilden den neuen Bezirksrat Schwende-Rüte. Nach den Wahlen hat sich gezeigt, dass vier von ihnen ehemalige Mitglieder des Bezirksrats Schwende und drei des Bezirksrats Rüte waren; alle waren sie zuvor zurückgetreten und mussten sich der Neuwahl stellen. Teilweise wurde mehr als einmal gemehrt, einmal bedurfte es gar einer Auszählung bis der letzte Sitz vergeben war. Die Rechnungsprüfungskommission setzt sich künftig aus Benno Mock, Tobias Koller und dem Ersatzmitglied Pia Signer-Tobler zusammen. Als Vermittler wurde Sepp Herger gewählt.

Der neugewählte Hauptmann Bruno Huber erklärte sodann den Inhalt des Reglements über die Grundordnung des Bezirks Schwende-Rüte mit diversen Bestimmungen zur Organisation des neuen Bezirkes. Vor der Abstimmung störte sich in Bezirksbürger daran, dass die Rechnungsprüfungskommission zur Prüfung der Jahresrechnung ein geeignetes Revisionsunternehmen beiziehen kann. Dieses «kann» sollte durch ein «muss» ersetzt werden, forderte er. Entsprechend mündete dieses Votum in einen Rückweisungsantrag, der allerdings abgelehnt wurde und somit die vorgelegte Fassung Gültigkeit erlangte.

Zum Reglement über den Fonds für eine aktive Bodenpolitik des Bezirks Schwende-Rüte meldete sich ebenfalls ein Votant zu Wort: «Das Baugesetz reicht vollends. Wir brauchen nicht noch ein zusätzliches Kässeli, über welches der Bezirksrat verfügen kann», kritisierte er. Hauptmann Huber erklärte darauf, dass auf dem Grund- und Immobilienmarkt heute rasches Handeln möglich sein müsse. Viele Objekte würden gar nicht mehr ausgeschrieben und würden oft direkt die Hand wechseln. Hier müsse der Bezirksrat einen Handlungsspielraum haben. Die Anwesenden folgten der Argumentation Hubers und stimmten mit sehr grosser Mehrheit zu.

Das letzte Sachgeschäft, die Übernahme der Quartierstrasse Äusserer Horst in Brülisau ins Bezirksstrassennetz wurde ohne Diskussion angenommen.

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