Hiesigen Baustil mit Preisen bedacht

Zum Dutzend Häuser, die der Verein «Appenzellerhaus heute» seit seinem Bestehen in Anerkennung des gewählten Baustils gewürdigt hat, sind zwei neue hinzugekommen. An Teufens Engelgasse ist es jenes der Tischhauser Immobilen AG, an der Saumhalde in Herisau das Haus der Familie Beat und Cornelia Fässler.

  • Niklaus und Urs Tischhauser vor den an das traditionelle Appenzellerhaus angelehnten Wohnhäusern an der Engelgasse Teufen. (Bilder: Martin Hüsler)

    Niklaus und Urs Tischhauser vor den an das traditionelle Appenzellerhaus angelehnten Wohnhäusern an der Engelgasse Teufen. (Bilder: Martin Hüsler)

  • Freuen sich über das neue Haus im Herisauer Saum: Beat und Cornelia Fässler.

    Freuen sich über das neue Haus im Herisauer Saum: Beat und Cornelia Fässler.

Worum geht es dem Verein «Appenzellerhaus heute» mit seinen Preisvergaben? Die im Gründungsjahr 2013 festgelegten Richtlinien umschreiben es so: Ausgezeichnet werden Bauten in Ausserrhoden, deren Ersteller «sich in freier Wahl für den Baustil eines Appenzeller Hauses im Siedlungsgebiet entschieden haben.» Dabei kann es sich um sanierte oder um neue Gebäude handeln.

Den Grundgedanken aufgenommen

Das Ensemble an Teufens Engelgasse, dessen Bauherrschaft die Tischhauser Immobilien AG ist und das von der BDE Architekten GmbH aus Winterthur konzipiert wurde, besteht aus zwei Gebäuden, die aber als Einheit in Erscheinung treten und damit den Grundgedanken des früher hier anzutreffenden Giebelhauses mit Stall aufnehmen.

Bei der Preisübergabe erinnerte Vorstandsmitglied Hans Sprecher an ein paar Prinzipien im Sinne des Vereins «Appenzellerhaus heute». So sollten die Bauformen dem Klima mit Vordach und Vorschild Rechnung tragen. Idealerweise sei die Hausfront gegen Südosten ausgerichtet. Und auch die Einbettung in die bestehende Bausubstanz in der Umgebung gelte es zu beachten. «Bei den ausgezeichneten Häusern überzeugt das Gesamtbild, wozu auch die naturfreundliche Gartengestaltung zählt.»

Die Vorstellungen umgesetzt

An der Herisauer Saumhalde haben sich Beat und Cornelia Fässler ihren Traum erfüllt. Am Standort des von ihnen vorher bewohnten Hauses entstand, entworfen von der Christian Eisenhut Planungs AG in Engelburg, ein schmuckes Gebäude, das vor wenigen Wochen bezugsbereit wurde. Bis es so weit war, gab es einige Hürden zu überwinden, musste doch das bestehende, in der Substanz aber arg beeinträchtigte Haus zunächst aus dem Denkmalschutz herausgelöst werden. Das neu erstellte Gebäude besticht nicht nur mit seiner Frontseite, an der Zahnleisten als schmückendes Element auffallen. Auch im Inneren – für eine Prämierung wird es allerdings nicht in die Beurteilung einbezogen – sind Wohnlichkeit und Wärme prägend.

Es ist bereits das dritte, von der Christian Eisenhut Planungs AG konzipierte Haus, das der Verein auszeichnet. In Anerkennung der Verdienste im Sinne des Vereinsgedankens hat der Verein, dessen Mittel aus einer namhaften Schenkung stammen, auch Firmengründer Christian Eisenhut mit einem Anerkennungspreis belohnt.

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