Het wiede prächtig gnärreled…

«Hüt närreleds» war wie gewohnt am Samstag in Appenzell das Motto für den grossen Fasnachtsumzug.

Die Sonne musste sich zwar noch vom «Schmotzege Donschtig» erholen, dafür sorgte der Oberfasnächtler Petrus fürs perfekte «Faschnedwetter». Übermütig blies er immer wieder in den Konfettiteppich auf der Strasse, um ihn zünftig aufzuwirbeln.

Punkt 14 Uhr fiel der ersehnte Startschuss für den Umzug, die Route war aber schon lange vorher dicht gesäumt von hunderten Schaulustigen. 43 Gruppen defilierten während zweieinhalb Stunden vom Brauerei- zum Landsgemeindeplatz. Das Publikum wurde ebenfalls miteinbezogen, entweder mit Süssigkeiten beschenkt und gar mache und mancher am Strassenrand wurde gepackt und in einer Konfettiwanne tüchtig «gebadet» – oder wie bei einer Hexengruppe im «Tröller» schwindlig gedreht.
Und wie ideenreich und farbenprächtig der ganze Umzug wieder daherkam. «Hendsi diiiiie wiede möge g’ääbede», war immer wieder zu hören. Tatsächlich wurden keine Mühen gescheut, seit Wochen wurde in manchen «Ateliers» genäht, geleimt, geklebt, gezimmert, geschäumt, gemalt und geschraubt… Und dies alles natürlich möglichst im Geheimen, damit das Motto auf gar keinen Fall schon vor der Fasnacht bekannt wurde.

Auf dem Landsgemeindeplatz brodelte es dann gehörig, während männiglich gespannt auf die Prämierung der besten Sujets wartete. Die begehrte Siegerplaketten in Form eines «Botzerössli» lösten bei den Gekürten natürlich Riesenjubel aus.

Der «Faschnedsamstig» war damit aber noch längst nicht zu Ende – im ganzen Dorf wurde wieder bis spät in die Nacht «gmaschgered ond gfeschtet».

Prämierung Erwachsene (14 Gruppen): 1. Böscheliböck mit «60 Jahre Dinner for one»; 2. Tüüchelverein mit «Baggerwahnsinn Herisau»; 3. Narestöck Alpstee-Ranger – Prämierung Kinder und Erwachsene (10 Gruppen): 1. Meschrüütner Narre mit «ein M besser» und Meschrüütner Narre hölfid zögle; 2. Die Barbies vom Südquartier mit «Barbiezellos»; 3. Schwingklub mit «Barbie Wörld»

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