Guggengottesdienst in Appenzell

Kaum sind die Christbäume abgeräumt und die Weihnachtslieder verklungen erfüllten am Samstag ganz andere Klänge die Pfarrkirche.

Mit dem Guggengottesdienst fällt sozusagen der Startschuss zum Beginn der närrischen Zeit. Standespfarrer Lukas Hidber konnte man zwischen den bunten Gestalten grad so ausmachen. Überhaupt war die Kirche wieder bis auf die letzten Plätze besetzt, sogar auf den Treppen auf die Empore stand man dicht an dicht. Die «Föhngugge», «Emils Gugge» und die «Höxpe» wechselten sich mit musizieren ab. Ein weiteres Highlight war natürlich Hidbers Predigt, denn es ist bereits beliebte Tradition geworden, dass er diese in Versform hält. Geschickt flicht er jeweils auch aktuelle Themen ein. Unser Dichter und Pfarrer versteht es dabei vorzüglich, leichte und auch ernstere Abschnitte gut zu verpacken, sodass durchaus herzliche Lacher sein durften.

Natürlich gehörte am Schluss auch der beliebte Kanon «Allelu» dazu, wo sich Frauen und Männer den Text teilen. Nach dem Schlusssegen zogen die «Guggenmusige» lautstark aus der Kirche und direkt zum Kanzleiplatz, wo sie die Kirchenbesucher sofort in den fasnächtlichen Bann zogen. Am Anfang wurde zwar noch etwas verhalten im Takt mitgewippt, aber schnell taten es viele Erwachsene den ausgelassen hüpfenden Kindern gleich, sodass bald der ganze Platz fröhlich vibrierte.

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  • Symbolbild: bigstock

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