Gütesiegel für Trutenzucht von Daniel Koch in Gonten

Seit rund fünf Jahren züchtet Daniel Koch, de «Schletter-Daniel», weisse Truten. Diese sind sechs Wochen alt, wenn sie Kochs Trutenresidenz auf dem Untergehren in Gonten beziehen.

  • Die Truten bleiben für rund ein halbes Jahr bei Züchter Daniel Koch. (Bild: Monika Schmid)

    Die Truten bleiben für rund ein halbes Jahr bei Züchter Daniel Koch. (Bild: Monika Schmid)

Als Residenz lässt sich der Aufenthaltsort dieser interessanten Tiere sehr wohl bezeichnen. Hoch über Gonten werden sie für ein knappes halbes Jahr bleiben. Mit grandioser Aussicht in den Alpstein, mit freiem Auslauf ins Grüne – oder eben ins Weisse – und jederzeit Zugang zu Futter und Wasser lässt sich das Trutenleben genussvoll verbringen. Gefüttert werden die rund 30 Tiere mit speziellem Trutenmastfutter, welches ebenfalls ein reines Schweizerprodukt ist. Kochs legen sehr viel Wert auf qualitativ hochstehendes Fleisch. Deshalb wird auch nicht «vorsorglich Antibiotika» verabreicht. Sollte ein Tier einmal gesundheitlich nicht auf der Höhe sein, bekämen sie es mit «Chügeli», also homöopathisch, wieder auf die Beine. Stolz ist der junge Züchter deshalb auf sein Zertifikat, welches seine Trutenzucht mit dem Gütesiegel auszeichnet.

Daniel Koch ist Selbstvermarkter. Und weil seine Mutter mindestens genauso begeistert ist von diesem genügsamen Federvieh, kümmert sie sich um die Büroarbeit, den Fleischvertrieb und die Kreation von neuen Produkten und Rezepten. Sehr beliebt sei zum Beispiel der Schinken aus Trutenbrust, weil er mager und zart ist und kalt wie auch warm genossen werden kann. Die Bratwürste kommen im Kalbs-,  nicht wie üblich im Schweinsdarm daher und sind deshalb auch für Leute geeignet, die sich koscher ernähren.

Trutenfleisch gilt als fett- und kalorienarm und ist reich an Vitamin B, Eisen und weiteren Mineralstoffen wie Kalium, Kupfer und Zink.  Auf der Webseite appenzeller-truten.ch erfährt man mehr über das Produkteangebot und bekommt auch telefonisch Auskunft. Und wer von Gonten auf die Hundwilerhöhi wandert, stattet den Truthennen und -hähnen vielleicht einen Besuch ab, man wird fröhlich schnatternd begrüsst und sehr interessiert beäugt.

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