«Guet gwetzt isch halb gwonne»

Bereits zum 23. Mal fand auf dem Kreckelhof-Areal in Herisau die Ostschweizerische Handmähmeisterschaft, ein Brauchtumssport, statt. Höhepunkt des Anlasses bildete der Kantonewettkampf.

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Mit schwungvollen und eleganten Zügen arbeiteten sich gegen 200 Mäherinnen und Mäher der drei Teilverbände Ostschweiz, Innerschweiz und Bern sowie Teilnehmer aus Slowenien, Bayern und Österreich durch das knöchelhohe, kleereiche Gras. Zug um Zug zogen sie gekonnt ihre Sense durch das Gras. Der jüngste Teilnehmer kommt diesen Sommer in die Schule (2008) und der älteste nahm mit Jahrgang 1932 teil. Beim Wettkampf ist nicht nur die Zeit ausschlaggebend, es gibt auch Strafpunkte für mangelnde Schönheit (keine Schnäuze), Anwand (Einhalten der Schnittbreite), Durchschlag (Sauberkeit unter der Mahd) und bei der Mahd, wenn sie nicht einigermassen beieinander war. Wer etwas genauer hinsah, konnte feststellen, dass alle Teilnehmer eine absolut sportliche Leistung vollbrachten. 15 Meter lang war die Strecke, die zweimal von den Männern, einmal von den Frauen und Jugendlichen zu absolvieren war, wobei die Breite selber bestimmt wurde. Wer mit der richtigen Technik, voller Konzentration, genügend Kraft und optimalem Werkzeug agierte, kam in die Kränze. Grosses Interessen wird alljährlich nach dem Mittagessen dem Kantonewettkampf über 100 Meter mit 2.5 Meter Breite – vier Männer und zwei Frauen – entgegengebracht. Dabei entwickelte sich ein spannender Dreikampf zwischen Ausserrhoden, St. Gallen und Innerrhoden, wobei zeitlich Ausserrhoden, ohne Berücksichtigung der Strafpunkte, den Wettkampf für sich entschied.

Wer seinen Einsatz geleistet hat, traf sich in der gemütlichen Festwirtschaft,  wo Erfahrungsaustausch und Geselligkeit gepflegt wurde. Ein grossartiger Gabentempel lud zum Betrachten – und Gewinnen – ein. Mit der Rangverkündigung und Tanz mit der Kapelle Gantegruess klingt die 23. Ostschweizerische Handmähmeisterschaft am Abend aus.

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