GFI reiste nach Bondo

Die diesjährige Exkursion der Gruppe für Innerrhoden (GFI) führte am letzten Freitag und Samstag nach Bondo im Bergell, mit Ruedi Angehrns sicherer Hand am Steuer bei Organisation und Bus und mit einer Übernachtung im alpinen Bivio am altrömischen Julierpass. Vor fast genau fünf Jahren wurde der heutige politische Talhauptort von einer Geröll- und Schlammlawine schwer heimgesucht.

  • Die Reisegruppe vor einer der neuen hochwassertauglichen Brücken. Durch die schmale Klus am linken Bildrand quollen die riesigen Geröll- und Schlamm-Massen aus dem Bondasca-Tal bzw. vom Piz Cengalo. (Bild: zVg/Giulia Giovanoli)

    Die Reisegruppe vor einer der neuen hochwassertauglichen Brücken. Durch die schmale Klus am linken Bildrand quollen die riesigen Geröll- und Schlamm-Massen aus dem Bondasca-Tal bzw. vom Piz Cengalo. (Bild: zVg/Giulia Giovanoli)

Gemeindeschreiberin Giulia Giovanoli empfing die Reisegruppe im «Municipio», dem Rathaus im repräsentativen ehemaligen Schulgebäude, das über lange Zeit zur «Kommandozentrale» der Gemeinde und Rettungskräfte bei der Naturkatastrophe wurde. Sie berichtete in Wort und Bild sehr aufschlussreich aus erster Hand über die Umstände und vielfältigen Erfahrungen, von der Information der Bevölkerung über den Umgang mit den Medien, die langfristigen Schutzmassnahmen bis zu den Wiederaufbauarbeiten. Diese sind noch immer in vollem Gange. Bei einem Rundgang wurden sie in Augenschein genommen, wie die GFI in einer Mitteilung schreibt. «Sie werden bei allen eindrücklich in Erinnerung bleiben.»
Das Mittagessen in Soglio im prächtigen Palazzo der berühmten Patrizierfamilie Von Salis – heute ein historisches Hotel mit Rosengarten und typischer Bergeller Kost – rundete die Exkursion in die Talschaft ab, welche 2015 für ihren sorgsamen Umgang mit Baukultur und Landschaft mit dem Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet wurde.
Dank Nordföhn blieb es nur bei ersten Schneeflocken auf dem Alpenkamm und es konnte reichlich südliche Sonne getankt werden. Die Rückfahrt über den für seine Spitzkehren berüchtigten Splügenpass sorgte schliesslich für einigen Nervenkitzel, bevor wieder der regnerisch-kalte Norden empfing.
Die GFI dankt Ruedi und Daniela Angehrn ganz herzlich für die Organisation des lehrreichen Ausfluges in eine weitgehend unbekannte Gegend der Schweiz und die ruhige und sichere Fahrt über die anspruchsvollen Alpenpässe.

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  • (Symbolbild: hr)

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